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IV. Der innere Bestand der Erzdiöcesezu Ende des XVIII. Jahrhunderts.
Wir dürfen die Zeit der Ueberfluthurig der KölnerErzdiöcese durch die Siege der französischen Revolutionnicht an uns herantreten lassen, ohne vorher in einemeinzigen Bilde alle diejenigen kirchlichen Einrichtungenzusammengefasst zu haben, die in Kurzem unter dem Zu-sammenbruch aller Verhältnisse entweder einer vollständigenVernichtung oder doch zum mindesten der tiefsten Er-schütterung entgegengehen sollten. Als Quelle unsererDarstellung können wir uns auf den bereits in der erstenAusgabe dieses Werks Bd. II S. 196 abgedruckten Berichtvon J. H. F. de SiersdorfF an den Kurfürsten über deninnern Zustand der Erzdiöcese aus dem Jahre 1750 be-ziehen. Wir bringen dieses Document hier nicht wiederzum Abdruck, weil es trotz seinem amtlichen Charactermanche irrthümliche Angaben enthält. Dagegen bietet dieDescriptio Archidioecesis Col. vom Domcapitular Dr. K.Th. Dumont (Köln 1879) ausserordentlich sicherere undwerthvolle Anhaltspunkte, so dass wir sie in der aus-giebigsten Weise benutzen konnten. Ist auch in beidenSchriftstücken die Aufzählung der einzelnen Pfarreiennicht wesentlich verschieden, so hat die Dumont'sche Arbeitdoch den grossen Vorzug, dass sie unmittelbar auf jeneVerhältnisse Bezug nimmt, wie sie zu Ausgang des vorigenJahrhunderts bestanden.
Die rechtliche Stellung der Archidiaconate hatte, abgesehenvon jenen Erschütterungen, welche die Kirchentrennung nachsich zog, seit den Zeiten des Mittelalters keine Veränderungerlitten. Die 19 Pfarreien der Stadt Köln bestanden in derselben