Monasteria, Abbatiae et Domus religiosae virorum exempta. 629
6. P. P. Garthusianorum, an der Karthäusergasse. Kircheund Kloster bestehen noch und dienen jetzt als Militär-Lazareth.
7. P. P. Praedicatorum ad S. Grucem (im VolksmundePräätcher genannt). Die Kirche wurde im Anfang dieses Jahr-hunderts niedergelegt, an Stelle des vor einigen Jahren abge-rissenen und früher als Artillerie-Kaserne benutzten Klosterge-bäudes erhebt sich das neue im Jahre 1892 vollendete Ober-postamtsgebäude.
8. P. P. Minorum Conventualium am Minoritenplatz.Die Kirche besteht noch, dieselbe wurde von Napoleon mit demanschiessenden Klostergebäude der Stadt-kölnischen Armenver-waltung überwiesen, 1845 aber zur Annexkirche des Domeserhoben. An Stelle des früheren Klosters erhebt sich das ausMitteln des Rentners Richartz vom Baumeister Feiten im gothischenStile erbaute und 1861 vollendete Wallraf-Richartz-Museum.
9. P. P. Garmelitarum (Carmelitae calceati). Die ab-gebrochene Kirche und das Kloster lagen der Stiftskirche St.Georg schräg gegenüber, die Klostergebäude sind theilweise ab-gebrochen, theilweise werden sie von der Garnison-Bäckereibenutzt.
10. P. P. Augustinianorum (Eremitenorden). Die jetztabgebrochene Kirche lag auf dem Augustinerplatz, Die Kloster-gebäude standen auf der Stelle, wo jetzt das Casino sich be-findet und waren durch die Strasse „auf der Sandbahn" vonder Kirche getrennt. Zur Verbindung beider diente ein unter-irdischer Gang „düüstere Oemgang" im Volksmunde genannt.
11. Canonicorum Regularium S. Grucis (Kreuzbrüder).Kirche und Kloster sind abgebrochen. Dieselben lagen an derSchilder- und Kreuzgasse, etwas abwärts von der Flucht-linie der Strasse und dehnten sich bis zur Streitzeuggasse aus.
12. P. P. Societatis Jesu, an der Marzellenstrasse; dieunter dem Titel Mariä-Himmelfahrt geweihte Kirche dient jetztals Pfarrkirche für den gleichnamigen Pfarrbezirk an Stelle derfrühern S. Lupuskirche (cfr. A. 7). In dem Kloster befindetsich das Erzbischöfliche Priesterseminar.
13. P. P. Franeiscanorum Recollectorum (Observantenad olivas), daher vom Volke „Oliven" genannt, an der Eckeder Filzgasse. Die Kirche dient als Proviantmagazin, das Klosterals Kaserne.
14. P. P. Gapucinorum, in der Machabäerstrasse, ander Stelle der jetzigen Infanterie-Kaserne. Den Mittelflügel derKaserne, etwas abwärts von der Strasse, nahm die Kirche ein,während die Klostergebäude, die zum Theil noch bestehen, der
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