3Sb£Ii&3
028 ßi e kirchliche Vergangenheit Kölns in der Gegenwart.
c.
Ecclesiae collegiatae utriusque sexus.
1. B. Mariae V. in Gapitolio, jetzt Pfarrkirche, an Stelleder niedergelegten Kirche Klein S. Martin. Das hochadeligefreiweltliche Damenstift zählte ausser der Aebtissin 18 Kanonissen.Der Stiftsgottesdienst wurde von 11 Kanonikern und 22 Vicarenbesorgt.
2. S. Ursulae, jetzt Pfarrkirche, an Stelle der abgebrochenenS. Maria-Ablasskirche (efr. A. 10). Dem hochgräflichen Damen-stifte gehörten zuletzt ausser der Aebtisin 4 Kanonissen an.Den Stiftsgottesdienst besorgten 5 Kanoniker und 9 Vicare.
3. S. Gaeciliae ist die jetzige Kirche des Bürgerhospitals.Das freiadelige Stift zählte neben der Aebtissin 12 Kanonissen.4 Kanoniker und 7 Vicare besorgten den Stiftsgottesdienst.
D.
Monasteria, Abbatiae et Domus religiosae Virorumexempta, quorum numerantur 16.
1. S. Catharinae, ordinis Teutonici, lag südlich vonS. Johann Baptist am Catharinengraben. Die Kirche ist abge-brochen.
2. SS. Joannis et Cordulae, ordinis Melitensis. DieKirche, jetzt abgebrochen, lag an der jetzigen S. Johannisstrasse,dort wo die Jakordenstrasse, welche davon den Namen hat, sichabzweigt.
3. S. Antonii, canoniea domus ad S. Antonium. DieKirche, in der Schildergasse gelegen, wurde 1805 durch Napoleondem protestantischen Gottesdienste überwiesen.
4. Ad S. Michaelem in Weidenbach, am Weidenbachgelegen. Die mittelgrosse Kirche stand auf dem freien Platznördlich an der Kaserne; diese selbst war das ursprünglicheKlostergebäude. Die schöne Statue des h. Michael, welche sichjetzt in der S. Apostelnkirche befindet, rührt aus dieserKirche her.
5. Corporis Christi (zum Herren-Leichnam), canonicireguläres S. Augustini. Kirche und Kloster lagen am Klingel-pütz, dort wo jetzt das Arresthaus sich befindet.