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2 (1893) Die Erzdiöcese Köln nach der Kirchentrennung
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Ecclesiae parochiales civitatis coloniensis.

A.

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Ecclesiae parochiales civitatis Coloniensis quarumnumerantur 19.*)

1. S. Columbae (Ecke der Glockengasse und Columba-strasse) soll nach der Sage vom h. Severin eingeweiht wordensein. Ihre Patronin ist die Jungfrau und Martyerin Columba,deren Gedächtniss am 31. Dezember gefeiert wird. Der jetzigeBau der Kirche ist spätgothisch mit einem altern romanischenMittelschiff.

2. S. Martini minoris (Klein S. Martin). Der Thurmder Kirche steht noch. Der Boden der Kirche lag im gleichenNiveau mit der Strasse vor S. Martin, während von der Martin-strasse eine Treppe in die Kirche hinunter führte. Nördlichvom Thurm lag der Kreuzgang, in dessen Mitte der Kirchhofsich befand.

3. S. Laurentii, abgebrochen, stand frei auf dem gleich-namigen Platze. An der Westseite des Thurmes waren diePfarr-Schulgebäude.

4. S. Albani, am Quatermarkt gelegen, unmittelbar nebendem Gürzenich. Die jetzige Kirche stammt aus dem 17. Jahr-hundert, der alte romanische Thurm ist das Einzige, was vonder frühern Kirche geblieben ist.

5. S. Petri, der Legende gemäss vom h. Maternus imersten Jahrhundert an Stelle eines römischen Tempels gegründet;die alte Kirche wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts nieder-gelegt und an deren Stelle 15241525 der jetzige Bau aufgeführt.

6. S. Mariae in Noithausen vulgo Lyskirchen. S.Mariae in Noithausen in suburbio civitatis coloniensis iuxta ripamRheni sita. Die Kirche ist sehr alten Ursprunges und soll vomh. Maternus gegründet worden sein. Der jetzige Bau, einePfeilerbasilika mit Emporen und spitzbogigem Gewölbe, gehörtdem 13. Jahrhundert an.

7. S. Lupi, abgebrochen, stand von allen vier Seiten freiin der Trankgasse, dort wo die Johannis- und Maximinenstrassesich vereinigten. Die Pfarre St. Lupus wurde supprimirt, anihre Stelle trat die Mariä-Himmelfahrtspfarre mit der ehemaligenJesuitenkirche als Pfarrkirche.

8. S. Jacobi, abgebrochen, stand dicht neben dem StifteS. Georg, nördlich gegen die Vorhalle von St. Georg. LetztereKirche wird jetzt als Pfarrkirche für die Pfarre S. Jakob benutzt.

*) Vergl. Dumont, Descript. Arch. Col. 1879 pag. 29, 33, 36, 37.Binterim und Mooren, Erzdiöcese Köln II. *"