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Der Geldwerth im Mittelalter.
sieht in diese Verhältnisse ist nur durch das Studium derOriginalarbeit zu gewinnen.
Wenn man in den mittelalterlichen Werthangaben aufden Ausdruck „alte Schilde" (scutum antiqu.) stösst, so wirddarunter eine Goldmünze verstanden, die, ursprünglich inFrankreich geprägt, den Werth von 7 J /2—8 1 /* solidi ent-hielt. Neben ihnen waren „neue Schilde" in Umlauf,welche diesen Namen führten, um damit eine andere Her-kunft zu bezeichnen, sei es, dass sie in den flandrischenStädten oder von verschiedenen Fürsten geprägt waren.Sie hatten durchgehends einen Werth von 4—5 solidis.
Die alten Schilde waren gleichwerthig einer schwerenMark und enthielten demnach auch 12 solidi. Die leichteMark,die Weseler, hatte für die in ihr enthaltenen 12 solidi die Be-nennung „Boddreger" bekommen. Diese 12 Boddreger warengleich 42 Stübern; 1 Boddreger enthielt also 3'/2 Stüber.
Im Jahre 1525 hatten schwere Schillinge, schwereDenare genau den doppelten Werth der leichten. Derschwere Schilling war =9 Stüber; der leichte = 4 1 J2. Derschwere Denar enthielt 16 x /2, der leichte 8 1 /* Heller. EinXantener Stiftssolidus war gleich 17 Kölner Heller = 17 /i2Kölner Weisslingen.
Bei den Weisslingen oder wytte penning ist zu be-merken, dass es zwei Arten dieser Münze des Kleinver-kehrs gab, der einfache und der Raderalbus. Der letztere,so benannt nach dem strahlenförmig sich ausbreitendenLilienwappen des Herzogs von Cleve galt 1 ! /a Stüberclevischer Währung, 7 Pfennige nach dem frühern preussi-schen Thalerfuss. Um 1487/88 machten 24 Weisspfenninge18— 21 Stüber aus, entsprechend 4 Kölner Mark, die einenKölner Gulden ausmachten. — Wir stellten oben den Werthdes scutum antiquum dem des novum gegenüber. Vondem früher angegebenen Werthverhältniss ausgehend reprä-sentirte die erstere Münze zwischen 1660 —1880 nach derBeissel'schen Berechnung an Werth 67 1 h solidi = 77 1 /'stüfer = 2 dal. 17 stüfer 3 heller = 1620 heller = 135 alb.=5Vs mrc.Xant. EindalermachteinjenerZeit 30 stüferaus;derstüfer ==21 heller; der albus 12 heller, der solidus 24 heller.Als um die Mitte des 16. Jahrhunderts die Thalerrechnungaufkam hielt der Joachimsthaler an Werth 40—44 alb. =20—22 solidus. Der Albus wurde damals zu ^/a solidusgerechnet, 6 machten also 1 Mark Kölner Währung aus,während ihrer 24 auf eine Xantener Mark gingen.