Der Geldwerth im Mittelalter.
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Auf Grund des Münzvertrages der rheinischen Kur-fürsten von 1493 und der Baurechnungen der XantenerStiftskirche hat Beissel (S. 98) eine genaue Berechnungund Aufstellung des Werthes der verschiedenen im Um-lauf befindlichen Münzen für das Jahr 1495 gegeben.
Münze
NeueWeiss-
KölnerMark
Xant. Mark
oderNeuer rhein.
Pfenninge
Gulden
Groschen (grossi).....
'/36
V216
V884
Junge Kölner Mörchen (mauri)
Vl2
l /T2
'/as's
Alte Kölner Mörchen
V,8
>/*a
J /l92
Xantener Stiftsdenare . . .
'/•
Vse
X /l44
Kölner Schillinge .....
V«
Via
'M.8
Kölner Buyschen.....
2 /3
•/.
'/SB
Neue rhein. Weisspfennige .
1
»/e
»/»*
Stüber .........
1
V«
V24
Alte Weisspfennige ....
!»/•
V*
J /l6
Kölner Blanken......
2
l k
V"
Xantener Stiftssolidi ....
2
Vs
J /l2
Kölner Mark......
6
1
'/*
24
4
1
Neuer rhein. Gulden . . .
24
4
1
Alter rhein. Gulden ....
39
6 1 /»
l 5 /s
Alter Schild (scut. antiq.) .
65
10 8 /+
2 3 /4
Nach dem Jahre 1600 machte der Thaler 52 albus =26 solidus aus, der albus zu 6 denaren gerechnet. Rechneteman den clevischen Daler zu 30 stüfer, so machte der ge-wöhnliche Joachimsthaler 28—30 stüfer, der alte Joachims-thaler indessen 60 stüfer aus. Der Reichsdaler dagegenhielt 55—60 stüfer und war gleich l 1 /* =2 Daler clev.
Ein Albus jener Zeit machte 12 heller aus; der solidus1 stüfer 3 heller. Die Mark 13 stüfer 15 heller.
Diese kurzen Anführungen werden genügen, um dieGeldangaben, wie sie in dem Liber procurationum et petitio-num Archidiaconi Xantensis gemacht sind, zu einem rich-tigen Verständniss zu bringen. Der Umstand, dass dieangeführte Handschrift sich ausschliesslich auf den XantenerArchidiaconatsprengel bezieht wie nicht minder die That-sache, dass das Document der Xantener Stiftsbibliothekentstammt, lässt darauf schliessen, dass den Berechnungenüberall die Xantener Währung zu Grunde liegt, nach der