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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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sich binnen kurzer Zeit von der Bürokommunikation bis zumJournalismus 4 ein breiter Anwendungsbereich gefunden hat. Gerätewerden von zahlreichen Herstellern angeboten, und Textverar-beitungsprogramme existieren bereits in größerer Zahl. Wie imgesamten Computerwesen ergibt sich eine Schwierigkeit daraus, daßdie Systeme verschiedener Hersteller häufig nicht kompatibel sind.Dadurch kann die Weiterverarbeitung des auf einem Kleincomputer,gesetzen' Textes erschwert werden, zumal der ,Umbruch' des Satzesauf einer größeren Rechenanlage erfolgen muß.

IV

Bei allen drei Verfahren tritt durch die Ausschaltung einer se-paraten, manuell bewerkstelligten Satzherstellung eine Kostensen-kung auf. Was dies im internen Kontext des graphischen Gewerbesim einzelnen bedeutet, ist hier nicht zu betrachten. Hier kann es nurum die Auswirkungen gehen, die diese Verfahren auf den wis-senschaftlichen Autor und auf die Produktionsbedingungen derwissenschaftlichen Literatur - speziell der Monographie - haben.

Auch die einfachste Beschreibung der Verfahren macht deutlich,daß die Einsparungen im Herstellungsbereich großenteils zu Lastendes Autors gehen. Das Verlagsgesetz verpflichtet den Verfasserlediglich,dem Verleger das Werk in einem für die Vervielfältigunggeeigneten Zustand abzuliefern". 5 Diese Bestimmung läßt einweites Spektrum von Satzvorlagen zu: von der eigentlichen Hand-schrift über ein handschriftlich korrigiertes Typoskript bis zu einerbereits mit gewissen Satzanweisungen versehenen typographischenReinschrift. Das gemeinsame Kennzeichen dieser Satzvorlagen istder für ihre Herstellung minimale technische Aufwand.

Wenn der Autor jedoch eine reproduktionsfähige Vorlage abzu-liefern hat, die nur noch fotografiert zu werden braucht (camera-ready copy), erfordert dies einen technischen Aufwand, der ihmunter ,normalen' Verlagsbedingungen nicht abverlangt wird. Erbenötigt eine besondere Schreibmaschine, und er muß in der Regelfremde Dienstleistungen in Anspruch nehmen, damit die Schreib-maschinenseite möglichst buchseitenähnlich wird. Auch beim zwei-