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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
Entstehung
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VI. Gegenwartsprobleme

1. Die Krise des wissenschaftlichenSchrifttums

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Das vielberufene ,Zeitalter der Information' hat mit einer Krise deswissenschaftlichen Schrifttums begonnen. Seit einiger Zeit ist daswissenschaftliche Kommunikationssystem in den klassischen Be-reichen von Produktion, Distribution und Rezeption durch akuteMißstände gekennzeichnet, ohne daß sich absehen läßt, ob undwann eine Rückkehr zu ,normalen' Verhältnissen wieder möglichsein wird.

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In der Sphäre des Autors treten erhebliche »Absatzschwierigkeiten'auf. Ein wissenschaftlicher Autor kann heute nicht mehr damitrechnen, daß er ein Manuskript - sei es Zeitschriftenaufsatz oderBuch - ohne weiteres unterbringen kann. Er muß in einem vielhöheren Maße als früher damit rechnen, daß sein Publikations-wunsch negativ beschieden wird.

Zeitschriften haben keinen Mangel an Beiträgen, so daß oft langeWartelisten bestehen, wenn nicht schon von vornherein eineAblehnung erfolgt. Zur Vermehrung der Publikationsmöglichkeitenwerden auch in den Geisteswissenschaften neue Zeitschriftengegründet, doch der Erfolg bleibt in vielen Fällen aus. Nur wenigeNeugründungen fassen wirklich Fuß. Kleinzeitschriften, die miteinem minimalen Aufwand herausgebracht werden und in denBereich der ,Grauen Literatur' gehören, sind daher vielfach für dieSituation kennzeichnend.

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