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Souvenir handele als um eine ernstzunehmende Arbeitsunterlage. 6
Veröffentlichungen dieser Art sind im Handel erhältlich, werden indie Nationalbibliographie aufgenommen, von Bibliotheken erwor-ben und, entsprechend katalogisiert, in den Bestand einer wis-senschaftlichen Bibliothek integriert. Ihre Titel erscheinen in Fach-bibliographien und in Zukunft wohl auch in Datenbanken.
Daß hier ein Mißstand vorliegt, ist offenkundig. Im Interesse derForschungsförderung wie der Forschungsproduktivität muß derRaum, der dieser Literaturkategorie physisch und intellektuellzugestanden wird, reduziert werden. Dreierlei könnte dazu bei-tragen :
Erstens, eine rigorose Qualitätskontrolle. Begleitliteratur entstehtvielfach im Zusammenhang mit Tagungen und Kongressen. Fürsich genommen, sind diese der Anregung und dem Gedanken-austausch unter Wissenschaftlern dienenden Veranstaltungen för-derlich und unentbehrlich. Aber nicht alles, was auf einer Tagunggesagt wird, muß gedruckt werden. Tagungen sind Teil des Wis-senschaftsprozesses, und nur die letzten Ergebnisse dieses Prozessesgehören vor die Öffentlichkeit. Daß es andererseits Tagungen undKongresse gibt, auf denen Endresultate vorgetragen werden, ver-steht sich von selbst. Hier ist eine Publikation gerechtfertigt underforderlich. Damit sie auch unter Finanziell schwierigen Bedin-gungen in angemessener Form erfolgen kann, muß die Präliminar-Literatur auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben.
Die Frage stellt sich, ob nicht die informelle Kommunikation unterWissenschaftlern zur Entlastung des öffentlichen Kommunikations-netzes ermutigt werden sollte. Die Voraussetzungen dafür sindgegeben. Die moderne Kopiertechnik gestattet in hohem Maße eineself-service -Publikation. Die in den Bibliotheken berüchtigte„Graue Literatur" ist großenteils das Ergebnis dieser potentiellenPrivatisierung der Veröffentlichung. Wissenschaftliche Nachrichten,bibliographische Informationen u.a.m. werden bereits über halboder ganz intern zirkulierende Mitteilungsblätter verbreitet. 7 Ineiner Phase hoher Spezialisierung ist dies fast eine natürliche undselbstverständliche Entwicklung, die sich unter neuen Prämissen als