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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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Rückkehr zu dem früher üblichen privaten Austausch unter Ge-lehrten betrachten läßt.

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Zweitens, eine eingeschränkte' Publikation. Wenn forschungsbe-gleitende Literatur überhaupt veröffentlicht wird, sollte dies aufeine das Kommunikationssystem wenig belastende Weise gesche-hen. Die beste Methode wäre die Verteilung von einer zentralenStelle. Die Deponierung reproduzierbarer Originale dürfte in denmeisten Fällen ausreichen. Papier- oder Filmkopien können vondiesem zentral aufbewahrten Original leicht als on-demand -Pu-blikation geliefert werden. Möglicherweise könnte die DeutscheBibliothek oder eine der großen Universalbibliotheken einen sol-chen Forschungsdienst übernehmen. 8

Drittens, eine ,temporäre' Publikation. Aufgrund ihrer begrenztenWertbeständigkeit sollte forschungsbegleitende Literatur nach einergewissen Zeit aus dem Kommunikationssystem herausgenommenund an zentraler Stelle abgelagert werden. In einer Situation desLiteraturüberflusses wird sich ein solches Verfahren auf die Dauerals notwendige Technik des information management erweisen. Mitder ihm eigenen Sensibilität gegenüber Massenphänomenen be-merkte Ortega y Gasset bereits 1935, daß die Aufgabe des Bi-bliothekars „künftighin nicht nur in der Verwaltung der Bücherbestehen [wird], sondern auch in der Regelung, der mise au pointdes Lebensvorganges, der sich Buch nennt." 9 Als „Informations-vermittler" werden sich die Bibliotheken in Zukunft auch um den„Publikationsstatus" von Literatur kümmern müssen, und an derelektronischen Zeitschrift der Naturwissenschaften werden sich dieModellvorstellungen auszubilden haben.

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Als Literatur von permanentem Interesse ist in den Geisteswis-senschaften die eigentliche Forschungsliteratur anzusehen. Da derFortschritt' in den Geisteswissenschaften eher im Wechsel vonMethode und Betrachtungsweise als in der Entdeckung von ,Neu-em' liegt, veraltet diese Forschungsliteratur, wenn überhaupt, dannlangsamer als in den Naturwissenschaften. Der ,Textträger' sollte

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