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zelnen Wissenschaftler nicht nur in seinem Interesse, sondern auchim Interesse seines Faches oder seiner Disziplin die Möglichkeitzugestanden werden, seine Leistungsfähigkeit nach eigenem Er-messen zu beweisen.
Idealerweise ist jeder Qualifikationsnachweis auch ein gehaltvollerBeitrag zum öffentlichen Wissen'. Gefordert werden kann diesnicht, da die Wahl von Gegenstand und Methode in der Forschungweitgehend eine Sache der individuellen Entscheidung ist. Wie-derholte Fehlgriffe disqualifizieren einen Forscher in der Regel,aber es gibt andererseits Beispiele dafür, daß sich Befähigungenauch an entbehrlichen' Forschungsprojekten erweisen.
Die Zukunftsperspektiven für die geisteswissenschaftliche For-schungsliteratur sind also über weite Strecken durch Paradoxiengekennzeichnet. Einerseits ist das Buch unentbehrlich, andererseitsstößt seine Fortführung als Kommunikationsmedium auf Schwie-rigkeiten. Die künftige Wissenschaftsentwicklung wird dadurchgekennzeichnet sein, daß - pointiert gesagt - von immer mehrBüchern immer weniger Exemplare benötigt werden. Es gibt nachallgemeiner Auffassung zuviel Literatur, aber kein brauchbares Maßfür die richtige Menge. Die Produktion sollte reduziert werden, aberzugleich muß eine gewissen Redundanz zur Erhaltung und Hebungdes Niveaus zugelassen werden.
Wie die Probleme sich aus der Kombination verschiedener Faktorenergeben, so scheinen auch die möglichen Lösungen darin zu liegen,daß die wissenschaftlichen, technischen und kommerziellen Ele-mente, die sich in der wissenschaftlichen Publikation vereinigen,neu aufeinander bezogen werden.