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In den Naturwissenschaften ist das Buch in dem Maße vonnöten,wie sich ein Gegenstand der Kondensierbarkeit entzieht. Das wirdan Sachverhalten deutlich, mit denen es die deskriptiven oder auchdie theoretischen Disziplinen der Naturwissenschaften zu tunhaben. Der Umstand, daß das Detail nicht subsumierbar ist,erfordert einen breiteren Raum für die Darstellung, und das Buch isthier das Medium für die Wiedergabe einer im Gegenstand lie-genden Komplexität.
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In den Geisteswissenschaften wird der Zeitschriftenaufsatz nichtdeswegen benutzt, weil sie etwa neben Gegenständen, die diskursivabgehandelt werden müssen, auch solche zu behandeln hätten, dieeine nicht-diskursive Mitteilungsstruktur aufweisen. Vielmehr findetder Zeitschriftenaufsatz in dem Maße Verwendung, wie der Ge-genstand, trotz der Notwendigkeit seiner diskursiven Behandlung,an Umfang abnimmt. Nicht die Art des Gegenstandes, sondernseine spezifische ,Kleinheit' bedingt die Verwendung der Auf-satzform.
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Ungeachtet der generellen Ausbreitung der Zeitschrift im acht-zehnten Jahrhundert als Medium der gelehrten wie der populärenKommunikation ist der Einbruch der wissenschaftlichen Zeitschriftin die geisteswissenschaftlichen Disziplinen eine Folge der imneunzehnten Jahrhundert einsetzenden Spezialisierung und derdamit verbundenen Konzentration auf kleine und kleinste Ge-genstände. Die Aufgliederung der Wissenschaften in immer be-grenztere Arbeitsbereiche schuf die Voraussetzungen für die Be-nutzung des Aufsatzes als Mitteilungsform. Zugleich weckte sieeinen Bedarf an immer neuen Zeitschriften als Kommunikations-organ und Ausdrucksform von verselbständigten Spezialistengrup-pen.
In diesem Prozeß ,überholte' die Zeitschrift das Buch, und bereitsum die Mitte des Jahrhunderts war deutlich, daß der Zeitschrif-tenaufsatz das eigentliche' Medium der wissenschaftlichen Kom-munikation geworden war. In seiner „Rede am Leibniztage 1874"
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