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andere Möglichkeit, als seinen Bestellschein bei der örtlichenBibliothek einzureichen. Jede Kontrolle über den weiteren Ablaufder Bestellung ist ihm entzogen. Mit den Zentralkatalogen kann ersich zum Zwecke der Bestellung nicht direkt in Verbindung setzen.In Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Sondersammelgebietsbiblio-theken der Deutschen Forschungsgemeinschaft sind einige Biblio-theken dazu übergegangen, die neueste Forschungsliteratur in Formeiner persönlichen Fernleihe dem Benutzer unter Umgehung derüblichen Bestellwege direkt zur Verfügung zu stellen. Dies ist eineerhebliche Verbesserung in einem Teilbereich der Literaturversor-gung.
In ihrer Denkschrift zur überregionalen Literaturversorgung hat sichdie Deutsche Forschungsgemeinschaft trotz der negativen Erfah-rungen mit dem dezentralen System zunächst für seine Beibe-haltung ausgesprochen. Sie tat dies zu einem Zeitpunkt, da an-gesichts der Funktionsschwächen des Systems von bibliotheka-rischer Seite der Vorschlag gemacht wurde, 7 es gänzlich abzu-schaffen und durch eine zentralistische Form des Leihverkehrs zuersetzen. Das Votum stützt sich vornehmlich darauf, „daß einevöllige Abkehr von dem dezentralen System einen tiefen Eingriff inseit 25 Jahren gewachsene Strukturen darstellen, erhebliche In-vestitionen an Geld, Arbeit und Engagement entwerten und dieOrganisation der überregionalen Literaturversorgung in einen Ge-gensatz zur Neuordnung des wissenschaftlichen Informationswe-sens bringen würde". Erst nach Ausschöpfung „aller Verbesse-rungsmöglichkeiten innerhalb des bestehenden Systems" würdeeine Feststellung darüber möglich sein, „ob und inwieweit heuteerkennbare Funktionsschwächen auf strukturellen Mängeln be-ruhen, die langfristig andere Lösungen erforderlich machen". 8 Eineumfassende Studie über die Anwendbarkeit anderer Modelle aufdie Verhältnisse in der Bundesrepublik wurde in Aussicht gestellt,ist aber bislang nicht veröffentlicht worden.
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Beim Fortbestand des dezentralen Systems stellt sich damit dieFrage, wie die etablierte, durch Bibliothekspraxis und Kulturpolitiksanktionierte Form des Leihverkehrs so verändert werden kann, daßzumindest die gravierendsten Forschungshemmnisse nicht mehr inder bisherigen Form auftreten.