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Es ist in der Regel nicht möglich, die gewünschte Literatur soschnell zu erhalten, wie sie gebraucht wird. Auch läßt sie sich amOrt der Arbeit nicht in dem Umfang vereinigen, wie dies meisterforderlich ist. Somit liegen die Anforderungen, die an denLeihverkehr gestellt werden können, weit unter denen, die aussystemimmanenten Gründen an ihn gestellt werden müssen. An-gesichts zahlreicher Überlastungs- und Ausfallserscheinungenwächst die Berechtigung, von einer graduellen Verschlechterung derLiteraturversorgung zu sprechen.
Allen Versuchen, systemimmanente Verbesserungen zu erzielen,sind enge Grenzen gesetzt. Die Komplexität des Apparates ist nichtin der notwendigen Weise reduzierbar. Der Nachweis der gesuchtenLiteratur erfolgt durch sieben unterschiedlich strukturierte Zen-tralkataloge, die in Form von konventionellen Karteien geführtwerden. Die Sanierung und Vereinheitlichung dieser Nachweis-instrumente ist bislang nicht geglückt. 3 Für die modernste Literatur(frühestens ab 1975) gibt es mikrographische oder elektronischeNachweise, aber diese erschließen nur Teile der insgesamt be-nötigten Literatur. 4 Bei der zunehmenden Verselbständigung derLeihverkehrsregionen ist zu befürchten, daß der für Forschungs-zwecke allein zureichende Nachweis auf nationaler Ebene nicht dieerforderliche Effizienz erreichen wird. 5
I
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II
Der Leihvorgang besteht bei monographischer Literatur, sofern sienicht als besonders schützenswert deklariert wird, noch immer imphysischen Transport des Buches. Reproduktionsverfahren werdenin größerem Stil nur bei modernen Zeitschriftenaufsätzen in Formder Papierkopie angewendet. Die manuelle Abwicklung des Vor-gangs widersetzt sich unter den Bedingungen des Personalmangelsder wünschenswerten Beschleunigung, und der konventionelleTransport unterliegt den verbreitet zu beobachtenden Verzöge-rungen. Auch der Einsatz von Bücherwagen hat das Problem derlangen Laufzeiten von Fernleihbestellungen nicht gelöst.
Im Bestellverfahren ist der Einsatz moderner technischer Hilfsmittelversucht worden. Die Verwendung von Fernschreibern wurdeerprobt, hat aber offenbar nicht die erhofften Verbesserungengebracht. 6 Der Benutzer des Leihverkehrs hat im Regelfall keine