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Konservierung wird neuerdings - vornehmlich unter englichem undfranzösischem Einfluß 14 - auch als Sammelbegriff von Präven-tivmaßnahmen verstanden, die einen Bestand von vornhereinschützen sollen. Da unsachgemäße Unterbringung und unsorg-fältige Benutzung die meisten Schäden verursachen, bieten an-gemessene Aufbewahrung und weitgehende Zugangsbeschränkungden wirksamsten Schutz. Die Unterbringung ist eine rein biblio-theksinterne Angelegenheit. Die Zugangsbeschränkung jedoch af-fiziert den Benutzer in hohem Maße, und hier ist eine engeZusammenarbeit zwischen dem Bibliothekar als dem dezidiertenSachverwalter eines Bestandes und dem Wissenschaftler als In-teressenten an den unter Verschluß gehaltenen Materialien von-nöten.
Es fehlt in der Bundesrepublik an einer klar formulierten Politik derBibliotheken in Fragen der vorbeugenden Konservierung. Sounterschiedlich die Situation von Bibliothek zu Bibliothek auch ist,verbindliche Grundsätze sind vor allem wegen der „kooperativenEinrichtung" des Leihverkehrs unerläßlich. Die Schutzbestimmun-gen der Leihverkehrsordnung bieten weder für die Erhaltung derBestände noch für ihre Benutzung eine zureichende Grundlage.
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[II
pie Bewahrung des nationalen Buchbesitzes ist eine zentrale unddringende Aufgabe, die nicht, wie es bisher geschieht, am Randeerörtert werden kann. 15 Es würde sich daher empfehlen, alle damitzusammenhängenden Probleme auf nationaler Ebene in verbind-licher Form zu behandeln und dafür die institutionellen Grund-lagen zu schaffen. Die Formulierung einer generellen Politik derAltbestandserhaltung sollte einem sachverständigen Gremium über-tragen werden. Das Deutsche Bibliotheksinstitut unterhält neuer-dings eine „Kommission für Handschriften und das alte Buch", 16aber deren Aufgabenbereich erscheint zu eingegrenzt, als daß ihreArbeit eine wirklich breite Wirkung haben könnte. Sie könntejedoch der Ausgangspunkt für die Schaffung eines entsprechendenForums sein. Allemal öffnet sich hier der Bibliotheksforschung einweiter Arbeitsbereich.
Drei Probleme stellen sich vordringlich: