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der lokalen Literaturversorgung haben mit dem steigenden Li-teraturbedarf nicht Schritt gehalten. Mit wenigen Ausnahmen geht,von den Anforderungen der Forschung her gesehen, die Leistungs-fähigkeit der wissenschaftlichen Bibliotheken in der Bundesre-publik nicht über jenes mittlere Niveau hinaus, das bereits um dieJahrhundertwende als kennzeichnend für sie angesehen wurde. Esliegt auf der Hand, daß eine Fortführung der Literaturversorgung inihrer jetzigen Form bei steigender Belastung unter gleichzeitigerReduktion der personellen und finanziellen Ressourcen, wie sie fürlängere Zeit zu erwarten ist, in einen ausweglosen Engpaß führenmuß.
II
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Eine generelle Verbesserung der geisteswissenschaftlichen Litera-turversorgung läßt sich nur durch eine neue Abstimmung derinstitutionellen Voraussetzungen auf die Erfordernisse der wis-senschaftlichen Arbeit erreichen. Dies kann nicht durch isolierteDetailverbesserungen an dem bestehenden System geschehen,sondern nur durch eine veränderte Zuordnung von Komponentenund Funktionen, aus denen sich wieder ein geschlossenes undgeordnetes Ganzes ergibt.
Systemtheoretisch gesehen, ließe sich eine Verbesserung auf zweiWegen erreichen. Einmal durch die starke Konzentration vonRessourcen an einer Stelle. So entstände ein Literaturreservoir vonsolcher Größe und Dichte, daß die Fernversorgung aus dezen-tralisierten Ressourcen überflüssig würde oder stark eingeschränktwerden könnte. Zum anderen durch die zentrale Erschließung desdezentralen Reservoirs, so daß auch bei mäßigen lokalen Res-sourcen eine schnelle und umfassende Fernversorgung zustandekäme. Beide Wege sind nicht oder nicht mehr gangbar. Die Ideeeiner einzigen großen Bibliothek und die Idee eines rasch undreibungslos funktionierenden Fernleihsystems heutigen Zuschnittsstellen gleicherweise Utopien dar.
Die enzyklopädisch angelegte Präsenzbibliothek, wie man sie in dennationalen Zentralbibliotheken und in anderen führenden For-