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bleibt ihm das System auch verschlossen, weil es von sich aus nichtjene Informationsmöglichkeiten bietet, die bei der Komplexität desSystems unabdingbar sind.
Ein einfaches Beispiel bietet Wolfgang Schivelbuschs Geschichte derEisenbahnreise: Zur Industrialisierung von Raum und Zeit im 19.Jahrhundert . 8 Die Literaturgrundlage ist notwendigerweise breitund vielfältig. Im Vorwort findet sich die Bemerkung: „Folgendeamerikanische Bibliotheken ermöglichten ein Materialstudium, wiees in Deutschland nicht möglich ist: Library of Congress, New YorkPublic Library, New York Historical Society, New York Academyof Medicine, American Railroads Association Library, BostonAtheneum, Kress Rare Books Library (Harvard)." Das Thema desBuches ist kein amerikanisches, aber die Darstellung zeigt deutlicheinen amerikanischen Einschlag. Das Buch würde anders aussehen,wenn es in Deutschland recherchiert worden wäre. Und es hättevielleicht in der Bundesrepublik recherchiert werden können, wenndie hier vorhandene Literatur besser erschlossen wäre. 9
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In den letzten Jahren mehren sich die Hinweise, daß deutscheGeisteswissenschaftler ausländische, vornehmlich amerikanischeBibliotheken benutzen. 10 Wenn es dabei um Arbeitsvorhaben geht,die der Natur der Sache nach nicht in Deutschland ausgeführtwerden können, weil man billigerweise in den Bibliotheken derBundesrepublik keine Literatur dazu erwarten kann, ist dies einnatürlicher Vorgang. Kein nationales Bibliothekssystem kann je füralle Projekte eine zureichende Literaturgrundlage bieten, und es gibtumgekehrt genügend Beispiele für die Benutzung deutscher Bi-bliotheken durch ausländische Wissenschaftler. Anders jedoch,wenn die Themen nicht so speziell oder so entlegen sind, daß derRekurs auf ausländische Bibliotheken zwingend erscheinen muß.
Es sind originelle und interessante Arbeiten auf einer Reihe vonGebieten, die diesen Bezug zu ausländischen Bibliotheken auf-weisen - gelegentlich in überraschend obliquen Formulierungen desVorworts. Dieser Bezug legt die Vermutung nahe, daß die un-mittelbare Verfügbarkeit von Literatur entscheidende Vorteile ge-genüber einer vermeintlich bequemen Zulieferung bietet und daßdie Breite und Dichte der Bestände in führenden ausländischen
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