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vorgeprägten Strukturen aufweist.
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Der Vergleich der beiden Systeme muß zugunsten des ameri-kanischen ausfallen. Es ist nicht nur in einem elementaren Sinnebenutzerfreundlicher, wie jeder bestätigt, der in einer wissenschaft-lichen Bibliothek der Vereinigten Staaten gearbeitet hat. Es gestattetauch eine freie Bewegung innerhalb der Literatur. Der Benutzerkann für sich selbst die gewünschten Konfigurationen momentanherstellen. Die beliebige Kombinierbarkeit von Elementen, die derKreuzkatalog gestattet, übt zudem in vielen Fällen eine stimu-lierende Wirkung auf den Forschungsprozeß aus. Das deutscheSystem bietet eine weit geringere ,Unterstützung' der wissenschaft-lichen Arbeit. Abgesehen davon, daß die Beschaffung der dezentralaufbewahrten Literatur ein aufwendiges Verfahren impliziert, siehtsich der Benutzer des Sondersammelgebietssystems einem Aggregatvon uneinheitlich strukturierten und erschlossenen Subsystemengegenüber.
Die Frage stellt sich, ob das deutsche System nicht einen be-stimmten Typus der wissenschaftlichen Arbeit begünstigt. DieSegmentierung der Forschungsliteratur kommt der Beschränkungauf das einzelne Fach und die einzelne Disziplin entgegen. DieMöglichkeit und die Notwendigkeit, die Literatur peu ä peuanliefern zu lassen, zwingt dazu, eine Bibliographie abzuarbeiten'.Entsteht dadurch möglichweise ein Forschungsklima, in dem dasKonventionelle besser gedeiht als das Nicht-Konventionelle, indem das .Nacharbeiten' sich als ein wissenschaftliches Standard-verfahren anbietet? Es gibt in jüngster Zeit zunehmend Klagen überdie Konventionalität der geisteswissenschaftlichen Forschung in derBundesrepublik. 7 Es sollte zumindest erwogen werden, ob dieinstitutionellen Voraussetzungen, die das wissenschaftliche Biblio-thekswesen bietet, nicht ein Grund dafür sind - einer nebenanderen, die hier nicht betrachtet werden können.
Es gibt Anzeichen dafür, daß sich das System infolge seinesspezifischen Charakters dem unkonventionellen Forscher verwei-gert oder zumindest zu verweigern scheint. Wer eine Fragestellungverfolgt, die in ein Gebiet jenseits von Fächern und Disziplinenführt, sieht sich fürs erste nicht mit Literatur ,versorgt', und vielfach
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