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der Arbeitsstelle, daß das Fiasko des Schnellaufbaus einer „Cen-tralstelle der nationalen Gelehrsamkeit" nicht noch durch einen Aktder Barbarei besiegelt wurde.
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Der Ausbau der Berliner Bibliothek, in sich unzureichend, führte zueiner Vernachlässigung der Universitätsbibliotheken. Aufgrund dermangelnden Pflege im frühen und mittleren neunzehnten Jahr-hundert entsprachen weder die Bestände noch die Kataloge derUniversitätsbibliotheken den wissenschaftlichen Erfordernissen derJahrhundertwende. Einige Universitätsbibliotheken erhielten neueGebäude, andere Erweiterungsbauten. 41 Aus dieser Verbesserungdarf jedoch nicht geschlossen werden, daß sie ihre Aufgaben in derLiteraturversorgung hätten erfüllen können. Zwischen 1894 und1900 sank - trotz Etaterhöhungen - der Prozentsatz der positiverledigten Bestellungen in Göttingen von 74 auf 67 Prozent; inHalle stieg die Zahl der nicht vorhandenen Werke von 7,2 auf 11,6Prozent. 42
Um 1890 erforderte die Situation einen staatlichen Eingriff, undFriedrich Althoff suchte die Lösung wiederum in der Anwendungdes kompensatorischen Prinzips. Da es „finanziell nicht angängig"war, „die Fonds der Universitätsbibliotheken zur Ergänzung undVermehrung der Sammlungen einschließlich der Bindekosten sohoch zu bemessen, daß die Bibliotheken dadurch allen ihrenAufgaben vollständig gewachsen werden", sollte „ein Kartelver-band zwischen je zwei oder drei Bibliotheken" hergestellt werden,damit „wenigstens diese Vereinigung die gesammte Litteratur inungefährer Vollständigkeit aufzuweisen vermag." So das Grün-dungsdokument des Preußischen Leihverkehrs: ein Brief Althoffsan den Göttinger Bibliotheksdirektor Karl Dziatzko vom 1. Mai1889.43
Der versuchsweisen Einführung eines Leihverkehrs zwischen Göt-tingen und Marburg im Jahre 1892 folgte schon 1893 ein Erlaß, derden Leihverkehr zwischen der Königlichen Bibliothek und denpreußischen Universitätsbibliotheken als festes Literaturversor-
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