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literatur hingewiesen. 3 Die Erschließung wichtiger historischerBestände wird vermißt. 4 Die Benutzungsmöglichkeiten werden vonausländischen Gastwissenschaftlern bemängelt. 5 Die Zugänglich-keit von Literatur wird besonders dort als mangelhaft angesehen,wo weder für die Ortsbenutzung einer Bibliothek noch für dieFernleihe beliebig viel Zeit zur Verfügung steht. 6
Auch von bibliothekarischer Seite ist in letzter Zeit wiederholt aufEngpässe und Schwierigkeiten in der Literaturversorgung aufmerk-sam gemacht worden. 7 Vor allem sind Diskrepanzen zwischen derSchnelligkeit der Informationsvermittlung und der Langsamkeit derLiteraturbeschaffung herausgestellt worden. 8 Teilweise werden dieLeistungsschwächen der Literaturversorgung als so gravierendempfunden, daß eine völlige Umstrukturierung des gegenwärtigenSystems empfohlen wird. 9
Unabhängig davon, welches Gewicht man der individuellen Äus-serung in diesem Zusammenhang beimißt, besteht über den pro-blematischen Zustand der geisteswissenschaftlichen Literaturver-sorgung in der Bundesrepublik ein weitreichender Konsens. DieDenkschrift der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur überre-gionalen Literaturversorgung aus dem Jahre 1975 hat eine Reihevon „Schwachstellen" in der überregionalen Literaturversorgungsichtbar gemacht, die das System als Ganzes in einem ungünstigenLicht erscheinen lassen. 10
Das offenbare Mißverhältnis zwischen hohem Aufwand und mas-siger Leistung verlangt nach einer Diagnose, die über die Analysevon einzelnen Symptomen hinausgeht. Wenn wir, wie von bi-bliothekarischer Seite versichert worden ist, in der Bereitstellungvon Literatur für Wissenschaft und Forschung noch schlechterenZeiten entgegengehen sollten, 11 kann dies nicht an vorüberge-henden Funktionsschwächen eines ansonsten intakten und effi-zienten Systems liegen. Es muß dafür tieferliegende Ursachengeben.
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