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und dann eine Organisation internationaler Art ausgebaut, derenZentralsitz Mainz war. Der Vodensee galt als offenes Meer. DieSeefahrt ruhte völlig in den Händen der an die nordischen Seenund an die Adria grenzenden Staaten. Die drei Hansastädte, nament-lich Hamburg und Bremen, hatten den größten Anteil an der See-fahrt und dem überseeischen Handel. Sie konnten ihre Schiffahrtnicht decken, denn sie hatten keine Kriegsschiffe. Preußen erhielt aufdem Wiener Kongresse mit dem Neste von Pommern dessen Flotten-inventar, bestehend aus 6 Kanonenschaluppen. 1844 wurde die ersteSegelkorvette gebaut. Kommandant und Erster Offizier waren bis1848 aktive dänische Offiziere. Besser stand es um die österreichischeKriegsmarine in der Adria. Wie es keine deutsche Kriegsflagge gab,so auch keine deutsche Handelsflagge. Die Schiffe fuhren unter derFlagge des Heimatstaates und ihre Kapitäne fanden Unterstützungbei den Konsuln ihres Staates. Das konnte bei Hamburg und Bre-men zur Not ausreichen, die als schutzlose Seemächte von Englandund den anderen Seemächten geduldet wurden. Aber was konnte einhannoverscher Konsul für ein Schiff von Emden oder Papenburgtun? Die Verwandtschaft des Königshauses mit dem englischen mochtehelfen. Die Needer und Kaufleute von Hamburg und Bremen mußtendurch Lavieren sich durch all die Schwierigkeiten helfen, ohne je drohenzu können. Die Klugheit und die Energie dieser Männer mehrte vonJahr zu Jahr das Leben in ihren Freihäfen und in ihren Stapeln.
Für den Bund gab es keine Sorgen über die Meere hinaus, in jeneKontinente, deren politische Aufteilung unter die EinheitsstaatenEuropas sich ohne jedes Eingreifen des Landes, das die größteKolonisation einst durchgeführt hatte, vollzog.
Aber die Nordseehäfen, aber auch über nichtdeutsche, ging auch derwechselnd starke und schwächere Strom derer, die aus Teutschlandeinschließlich Österreich auswanderten. Noch war der Saum derübrigen Kontinente nur stellenweise eine europäische Kolonie, nochhatte selbst Amerika weite, klimatisch für Deutsche nutzbare Niesen-flächen, die für Vauernbetrieb geeignet waren, selbst fast staatenlose.Aber in Teutschland gab es keine Leitung, nicht beim Bunde, nichtbei den Staaten, selbst nicht in den Auswanderungshäfen. Man ließdie Leute ziehen, Gemeinden gaben wohl armen Leuten Geld für die
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Schulte, Deutscher Staat 22
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