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Neich überfallen werden kann." Daß der Markgraf nie völlig erlag,verdankt er den Kreisen Schwaben und Franken. Aus der Notlageder ersten seiner Nheinfeldzüge erwuchs der Plan der Assoziativ«der Neichskreise.
Als 1688 der Pfälzer Krieg von Ludwig XIV. ohne Kriegs-erklärung durch einen Einfall ins Neich, der bald zu einer Zer-störung der Pfalz und weiter Gebiete darüber hinaus führte, begon-nen wurde, waren die am Nheine liegenden Kreise fast ohne Truppen,da die wenigen Kreistruppen von Schwaben und Franken im Kampfewider die Türken standen. Die armierten Stände des Nordens tratenin den Niß. Doch das Magdeburger Konzert teilte von sich aus dienichtarmierten Stände unter sich auf. In seiner Not billigte derKaiser das Vorgehen und „assignierte" einzelne Stände für Anteilan Kriegssteuern und andere Leistungen den Armierten zu. Sie sauber-ten den Nhein von Bonn bis Mainz durch Belagerungen von denFranzosen. Das schwächste, fast nur auf eigene Kreistruppen undeinige kaiserliche Negimenter angewiesene Gebiet am Oberrheineerlebte eine Niederlage. Da entschlossen sich die Kreise Franken undSchwaben, dem Markgrafen den Oberbefehl über ihre Truppen zuübertragen, gleichzeitig ernannte der Kaiser seinen General-Lieutenantzum Oberbefehlshaber über alle Truppen am Oberrheine.
Die Einheit des Kommandos schien gesichert, aber nicht ein aus-reichend starkes Heer. In den Truppen jener Kreise war ein Kerngegeben, einige kaiserliche Ausarenregimenter ergänzten ihn dauernd.Im übrigen waren Verhandlungen mit armierten Ständen erforder-lich, alljährlich, selbst um einzelne Bataillone. Die norddeutschenFürsten sorgten sich mehr um die spanischen Niederlande, als um denOber- und Mittelrhein.
Die Erkenntnis der Schwäche dieser Abwehr an dem für dasdeutsche Wesen militärisch wichtigsten Abschnitte führten den Mark-grafen und den ehemaligen Straßburger Professor, dann württem-bergischen Nat, Kulpis, auf den Gedanken, das Bündnis der KreiseSchwaben und Franken zu einer Afsoziation der sechs vorderenNeichskreise auszugestalten. Ein stehendes Heer von 40000, imKriegsfalle von 60000 Mann war vorgesehen. Januar 1697 kamdas Werk, das von Kurmainz gefördert, vom kaiserlichen Hofe halb
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