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immer mehr im Sinne der Dynamik ausgestaltet wurde. Die ersteFrucht für die weitere Öffentlichkeit war die am 50. Gedächtnistageder Kaiserproklamation in dem von Franzosen besetzten Vonngehaltene ilniversitätsrede „Fürstentum und Einheitsstaat in derdeutschen Geschichte" (1921). Seitdem habe ich systematisch daranweitergearbeitet, in den letzten sechs Jahren fast ununterbrochen.
Meine wissenschaftliche Lebensarbeit bewegte sich zumeist aufGrenzgebieten. Das war nutzbringend nur dadurch möglich, daß ichstets bereitwilligsten Nat und Hilfe von Fachgelehrten erhielt. Dasgilt auch von diesem Buche. Ihnen allen statte ich hier den wärmstenTank ab.
Was entstand, ist notwendigerweise ein herbes Vuch. Es fehlenihm die leuchtenden Farben politischer Großtaten, der geistigen undwirtschaftlichen Kultur. Auch die wechselnden Theorien der Lehrenvom Staate treten zurück. Die Betrachtung mußte realistisch sein.
Ich glaube, daß eine ungeschminkte Darstellung der durch die Ver-gangenheit gegebenen Bedingungen gerade unserer Generation vonNutzen sein kann, die sich mehr als irgendeine vergangene bewußtvor die Aufgabe der Zukunftsgestaltung gestellt sieht.
Vonn, den 4. Januar 1933.
Aloys Schulte.
Das Erscheinen des Buches ist durch die gütigst dem Verlegergewährte Unterstützung der Notgemeinschaft der deutschen Wissen-schaft ermöglicht worden. Ihr auch den Dank des Verfassers aus-zusprechen ist mir ein tiefes Bedürfnis. Was sie unter der Leitungdes Herrn Staatsministers a.T. Schmidt-Ott in einem Jahrzehntzum Besten ernster Wissenschaft geleistet hat, werden auch spätereZeiten in hohem Maße anerkennen.