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mußte. Unter diesem stand der Iohannitcr-Mcistcr in Deutsch-land (der Meister des ritterlichen Iohcmuis-Ordcns in derMark, in Sachsen, Pommern und Wcndland), welcher überdas Hccrmeistcrthum von Brandenburg, über Ungarn, Böhmenuud Dänemark die Gerichtsbarkeit besaß und zu Hcitcrshcimim Brcisgan seine Wohnung hatte. Der letzte Hoch- oderDeutschmeister war der Kurfürst Maximilian von Cöln, undder letzte Iohannitcr-Mcister ein Graf von Reichenbach-Four-maigne, der durch den preßbnrgcr Frieden (26. Dec. 1805)und die Errichtung des rheinischen Bundes (12. Juli 1806)seine sämtlichen Besitzungen im westlichen Schwaben an denGroßhcrzog von Schwaben verlor. So hat insbesondere diedeutsche Zunge durch die neueren politischen Ereignisse aufge-hört, nachdem diese schou in früheren Zeiten in manchen Län-dern ihre Besitzungen verloren hatte.
Die Iohanniter-Rittcr beobachteten, außer den bereitsangeführten Gelübden, noch die Regel des Augustiner-Ordens;die Protestanten waren jedoch zur Ehelosigkeit nicht verbunden.Alle Mitglieder mußten von gutem, alten Adel seyn. Nur ingeistlichen Sachen war der Orden dem Papste unterworfen,in allen weltlichen Dingen war er unumschränkter Oberherr.
Die Kleidung der Ritter, deren Zahl vor der Revolutionauf 3000 geschätzt wurde, bestand in Friedens-Zcitcn in einemlangen schwarzen Mantel; auf der linken Brust trugen sie einachteckiges weißes, und mitten auf demselben ein goldenesKreuz; im Kriege waren sie mit einem rothen Gürtel undeinem silbernen Kreuze geschmückt.
53. Die Kommende zu Greuenau.
Das Commendehaus stand in der Nähe des s. g. Schlosses,das später der Wohnsitz des Beamten war und dann alsFruchtspeicher benutzt wurde.
Im Jahr 1278 geben die Gräfin Hedwig von Castellund ihr Sohn Graf Gottfried V. von Ziegenhain ihre lehens-