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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 1 (1927)
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§ 27. Iwein 173

aus d. 13. Jh. im Hessenh. zu Schmalk., Zfbild.Kunst 1901, vgl. Cbl. 1901, 1347 f., Haseloff,DLz. 28, 1281 f., Wenck, Anz. 28, 287 f., Panzer, Lbl. 1903,15052, Bolte, Arch. 112,172 f.;Fuckel, Iweinbilder in Schmalk., Mitteil, an d. Mitglieder d. Ver.f. hess. Gesch. 1921/22, 28f.;Schröder, Münch. SB. 1924, Abh. 3 S. 17; P. Knötel, Schlesische Iweinbilder aus d. 14. Jh.,Mitteil. d.Ver. f. Schles. Volksk. 20, 7298.

Hss. (Die Perg.hss. sind von Lachmann mit großen, die Pap.hss. mit kleinen Anfangs-buchstaben bezeichnet): A, Heidelberg, 13. Jh., md.; B, Gießen, Anf. 13. Jh.; C, Münch., 13. Jh.(Petzet S. 345); D, Florenz, Anf. 14. Jh.; E, Berlin, 14. Jh.; F, Linz, 13. Jh.; G, Nürnberg,13. Jh.; H, Prag, 13. Jh.; I, Wien, 14. Jh.; K, Sigmaringen, 14. Jh.; M, in Henricis Besitz,13/14. Jh.; N, München, 13./14. Jh.; O.Wien, 13. Jh.; P.Köln; a, Dresden, 14. Jh.; b.Heidelb.,15. Jh.; c, Heidelb., v. J. 1477; d, Ambraser Hs. in Wien, perg.; e, Gießen, perg., v. J. 1531;f, Dresden, v. J. 1415; 1, London, 15. Jh.; p, Paris, 14. u. 15. Jh.; r, Rostock, 15. Jh.; u, Lindau,v. J. 1521; z, Raudnitz, v. J. 1464. CFGHKMNOPe sind Bruchstücke. Ein sicheresAbstammungsverhältnis der Hss. ist nicht herzustellen, vielleicht hat Hartmann selbst ver-schiedene Redaktionen ausgehen lassen oder es ist eine Mischung unter Hss. eingetreten.A steht dem ursprünglichen Text trotz sehr vieler Fehler und Willkürlichkeiten am nächsten,die vielfach durch Umsetzung von Hartmanns obd. Sprache in den md. Dialekt des Schrei-bers von A veranlaßt wurden.

Lit. zu den Hss.: Piper S. 125 ff.; Henrici 2 S. XII ff., dazu später gefundene bzw. be-sprochene Bruchstücke: Friedr. Mayer, Cbl. f. Bibliothekswesen 14,527; Schröder, ZfdA. 40,24245. 42, 9092 (Hs. M); Jul. Wiegand, ZfdA. 47, 301-04; W. Niemeyer, Beitr. 28,45456 (H. C); H. Römheld, Üb. d. Nib.hs. h u. d. Iweinhs. a, Greifsw. Diss. 1899; MetaLuckin,Die Sprache des Schreibers der Iweinhs. A, Greifsw. Diss. 1921 (Maschinenschrift u. Auszug).Hss.verhältn. u. Textkrit.: Paul, Beitr.l, 288-401 u. 3,18492; Zacher, ZfdPh. 7,175207;Henrici, Anz. 4, 18 ff., ZfdPh. 24, 219 f.; Zwierzina, ZfdA. 40, 22542 u. Anz. aaO., auchZfdA. 45, 317 ff. u. Anz. 27 Reg. S. 341; Ose. Böhme, Die Übereinstimmungen zw. d. Wigalois-texte u.-d. Lesarten d. Hss.gruppe Bb. in H.s Iwein, Germ. 35, 25786, dazu Henrici, ZfdPh.aaO., Zwierzina, ZfdA. 40, 228 ff. u. Anz. aaO. Einzelne Stellen: Haupt, ZfdA. 2, 187f.;W. L. Holland, Germ. 2,163; Wackernagel, ebda 17,12125; Adalb. Baier, ebda 21,404 11; Bechstein, ebda 25,31929 u. 26,38593; Nerger, ebda 27,35056; Grimme, ebda33, 58; Böhme, Beitr. 15, 56366; Ehrismann, ebda 24, 38488; Sprenger, ZfdU. 8,126;Hildebrand, ebda 10, 737 f.; Suolahti, Neuphilol. Mitteil. 9 (1907), 27f.; Schneider, Anz.42,114 ff.

Für die Abfassungszeit des Iwein läßt sich ein Anhalt gewinnen ausWolframs Parzival: im 5. Buch Parz. 253, 10 ff. spielt Wolfram an auf Lunetenrät (= Iw. 1802 ff. 1963 ff.). 1 Dieses Buch aber ist um 1203 bis Sommer1204 abgefaßt, also wird der Iw. spätestens um 1203 anzusetzen sein (s.unter Wolfram).

Als Verfasser nennt sich H. selbst im Prolog 2030.

H.s Quelle ist der Ivain, Le Chevalier au lion (Der Löwenritter) desChrestien von Troyes, das Meisterwerk Chrestiens, das den Höhepunktder franz. Hofepik bildet. 2 H.s Iwein ist das sprachlich am meisten durch-gearbeitete seiner Werke.

1 Lachmann, Wolfr. S. XIX; Haupt, Liederu. Büchl. ed. Martin S. XVII. Erwähnung desIwein in d. späteren Lit. s. oben; Verbreitungdes Namens Iwan: Panzer, Festg. f. Sievers,1896, S.208 ff.; Kegel S.43 ff.

2 Chr.s Iwein wurde außerdem übersetzt insMittelengl. (Gedicht) u. in nordische Prosa(um 1300), auf der ein schwedisches u. ein

dänisches Gedicht beruhen. Der mhd.Wo lf-di et rieh (B u. D) hat mehrere Berührungenmit d. Iwein, bes. in dem Löwenabenteuer,der Verf. des Wolfd. hat wahrscheinl. unmittel-bar den frz. Ivain od. e. nahe verwandte Quellebenutzt, s. Brown, Mod. Lang. Ass. XX, 679 f.697; Ders.,Mod. Philol. IX, 123; Schneider,Wolf dietr. Reg. unt. Iwein u. bes. S.263 ff. 295 f.;