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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
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der in der obern Lufft erzeugten Dinge.Ob es gleich nur eine kleine Flamme ist, so sich unter der Aschen verborgen hält; sowird sie doch bey entstehendem Wind gleichsam aus ihrem Grab aufgewecket / und wächset auseinem Feuer=Zwergen zu einem so grossen Brunst=Riesen auf / daß auch die gewaltigste undder Ewigkeit gewidmete aber im Grund zerstöhrte Gebäude / nur mit lauter Rauch schwangergehen, und an Statt eines Ehren-Denckmahls leere Aschen hinterlassen, mithin ihnen selb-sten diese rauchige Grab=Schrifft aufsetzen: Ein kleiner unter der Asche versteckter Funckehat uns zu Aschen verkehrt. Solches hat der Fürst unter den Welt-Weisen sehr weißlicherkennt, und dahero auch an weise Leute geschrieben: Es steher einem weisen Mann zu, Aristol.und gebühret ihm / daß er gleich im Anfang dem herannahendem Ubel begegne. Man Poli. c. 4.muß die erste Kriegs-Flamme gleichbalden in ihrem Zunder außlöschen; den heimlichen Re-bellion Saamen in seinem Haupt und Ursprung ersticken / und die Feinde / bevor sie zu Kriegs-Drachen und einheimische Schlangen erwachsen / in dem Ey / oder in der Gebuhrt erwürgenHercules ließ bereits in der Kindheit seine Klugheit sehen / als er denen Schlangen / damit sienicht grösser würden / geschwind mit denen Fäusten die Köpffe zertrücket. Alles Ubel kan Cicer. inleicht im Anfang gehoben werden; wann man es aber einwurtzeln lässet / so pflegt es Philip.gemeiniglich an Stärcke zuzunehmen; So lautet der Außspruch der Römischen Beredsam-keit. Eine kleine Pflantze, hat sie einmahl gute Wurtzeln gewonnen, wird endlich zu einemgewaltigen Eichbaum: Wohin auch der Poet ziehlet:Ovid. I.Quae praebet latas arbor spatiantibus umbras,d. Remed.Quae posita est primùm, tempore virga fuit.Ein Baum, der da mit Laub und breiten Zweigen pranget,Und denen Reisenden bequemen Schatten langet;War / als deß Land-Manns Hand ihn anfangs hat gesetzt /Ein kleines Reiß, so man für gar gering geschätzt.Eine grosse und volle Saat ist erstlich ein Kernlein oder Gräßlein gewesen, durch der SonnenHitze aber zu solcher Vollkommenheit aufgestanden:Idem ibidNam mora dat vires; teneras mora praecoquit uvas;Et validas segetes, quae fuit herba, facit.Verzug und Weile macht die Kräfften wieder kommen:Es füllt die lange Zeit mit Safft die Trauben an;Und ob man anfangs schon nur Gräßlein sehen kan /Hat eine Saat zuletzt das Feld doch eingenommen.Und kleine Bäche schwällen mit der Zeit dermassen an / daß sie so wenig als grosse Flüsse demWanders-Mann einen Durchgang gestatten:Idem ibiFlumina magna vides parvis de fontibus orta;Plurima collectis multiplicautur aquis.Es kommen offt aus kleinen QuellenDie allergroͤste Fluͤsse her;Und wann sich Ströhm zu Ströhm gesellenSo wird deß Wassers destomehr.Die grausame Lerneische Schlange der Ketzerey würde gewißlich nimmermehr zu einersolchen Grösse erwachsen seyn, wann sie gleich in ihrer Gebuhrt wäre vertilgt worden: Eswären auch der Athenienser mit den Persianern entstandene Strittigkeiten (wie Aelianus be-zeuget) niemahlen in einen so verderblichen Krieg ausgebrochen / wann man deß Meandri Sa- Histor. I.mij gegen der Stadt Athen tragenden Haß und Feindschafft bey Zeiten untertrucket hätte. 12.6.53.Vernehmet abermahl / was das Haupt der Welt=Weisen erinnert: Was im Anfang ge-ring scheinet / daß kan zuletzt sehr groß und gefährlich werden. Dannenhero hat Hen- Arist. l.1.ricus IV. König in Franckreich / ganz weißlich gehandelt / daß als er gehöret / wie seine Un= d. Cælo 33terthanen in Poictou wegen der grossen Zoll-Auflagen an zerschiedenen Orten zu einem Auf-stand geneigt wären / er selbsten eine Reise dahin fürgenommen / und alle besorgte Unruh durchseine Geschwindigkeit noch in Zeiten gedämpffet. Man sagt; der Adler, wann er mit seinemTodt=