Ich kann nicht zum
der in der obern Lufft erzeugten Dinge.also zusammen getrieben / und zu einem Eisen / oder anderem Metall mag gehartet werden: danngleichwie le Grand aus der Erfahrung bemercket, wann man dergleichen Erde mit Salpeter Legrand.und Schwefel in seiner gewissern Maaß vermische / und diese Vermischung anzünde / daß nach Hist. nat.Unterschied der Materi und deren Eigenschafften / eine zerschiedene dichte und harte Massa dar= part. 6.aus erwachse; also kan demnach auch ein ebenmäßiges aus denen klelichten / irrdischen und me= art. 8.tallischen Ausdünstungen / dafern sich ein Schwefel zu selbigen gesellet / geschehen; und einfolg-lichen nicht nur ein Stein, sondern gleichfalls ein Eisen und anderes Metall mit dem Strahlherab fallen. Solches bekräfftiget Georg Agricola aus dem Avicenna welcher vermeldet; daß Agric. 15.wann es in Persien blitze / metallene und Pfeilen ähnliche Cörper zugleich mit abfallen / die sich de ortumit keinem Feuer nicht schmeltzen lassen / sondern nur ihre Feuchtigkeit von sich dunsten / und die subterr.dabey überbleibende Erde zu Aschen werde. Sonsten seye auch unweit der Stadt Lurge einStück Eisen von 50. Pfunden aus der Lufft herab gefallen; habe aber wegen grosser Härke nichtkönnen zerbrochen werden: Der König zu Torat habe zwar befohlen / als man ihme einen Theildarvon überschickt / Schwerdter daraus zu schmiden; es seye aber unmöglich gewesen, selbiges,wie erst erwehnt / weder zu zerbrechen / noch zu schmiden. D. Rumphius gedencket in seinemSend=Schreiben an D: Menzelium aus der Insul Amboine unter dem 30. Augusti. Anno1683. eben dergleichen sahe mit folgenden Worten: „Es begibt sich / absonderlich in der Insul Ephem.Celibes, die uns gegen Abend am nächsten ligt wo sehr viel Metall=Berg von Eisen / Kupffer“ germ.und Gold befindlich / und dahero muthmasslich ist / es werden die Dämpffe mit den metallischen. Dec. 2.und steinigen Theilen nach den Wolcken übersich gehoben / und allda zu einem Strahl=Feuer-verkehrt; das bald kupfferne / bald erdige / bald eiserne / zuweilen auch guldene / öffters aber aus-vielen Metallen gemischte Strahl= oder Donner=Steine auf die Erde herab geworffen werden.-Dieses Strahl=Metall ist gemeiniglich unrein / und laßt sich nicht wohl schmeltzen / oder sonsten,arbeiten. Die Indianer pflegen demselben Gold beyzusetzen und (wie oben gemeldet) Ringe-daraus zu machen / und sie wider allerhand Kranckheiten / auch zu Erlangung deß Siegs bey-sich zu tragen: deßwegen wir selbige von ihnen weder mit Geld / noch mit Bitten; und nicht-anders als wann wir offentlich Kriege mit denselben führen / oder durch gute Freunde / die sol-che Steine hinterrucks ihrer Fürsten und verstohlner=weiß uns verkauffen / überkommen können.“So weit Rumphius. Das Strahl=Schwerdt aber / wie D. Menzelius in seiner kurtzen Erklä-rung daselbsten beyfüget / hat ohngefehr eilf Untzen gewogen; und eine gelbe Farbe gleich demMessing gehabt; zu den Seiten bey der Handhebe waren einige dem Anschauen nach durchKunst gemachte krumme Linien oder Striche zu sehen; und der obere Theil lief zu einem Spitzhingus und war voller Löchlein, die aber nicht durchgiengen; so daß es schiene, die Form oderModel / worein dieses vermengte Oel gegossen worden / wer auch hier der Lufft=Chymicus oderSchmeltzer mag gewesen seyn, seye nicht sonderbar rein und sauber gewesen.Im übrigen soll nicht mit Stillschweigen übergangen werden / was Anno 1677. den 28.May in dem Dorf Ermendorf unweit Hagenau sich begeben: Es entstunde um die Abend-Zeit ein starckes Ungewitter / und unter selbigem ward zugleich mit dem Strahl eine lufftigeChrysocolla, (Berggruͤn) oder wie es Balduinus nennet / ein guldiges Kupffer / oder aber eineMenge Stein auf die Erde geschmissen / die eine grüne mit himmelblau gemischte Farbe gehabt;und mit welchen man auch blaue Buchstaben an die Wand anschreiben können.So seynd nicht weniger diejenige Wunder=Dinge / so von denen Indianern gezeigt / und indenen Ephem. Germ. Dec. 2. Anno 7. Observ. 3. erzehlt werden / hieher zu rechnen. Dann eshaben die Innwohner der Insul Balien ein dichtes ehernes Rad samt seinem Eymer; von demsie vorgeben / daß selbiges in einem grossen Ungewitter von den Monds=Wagen auf denjenigenOrt, wo man es noch verwahrlich aufbehält, herab gefallen seye. Ingleichem erzehlen sie vonder Insul Serau / die fast aus einem einigen berg bestehet / so noch nicht längst durch ein star-ckes Erdbeben und unterirrdisches Feuer bey nahe zusamt der gantzen Insul entzwey geborsten;daß auf dem Gipffel desselben Bergs vor 50. Jahren ein grosses und ungeheures ehernes Ge-faͤß gestanden / so weder die eigentliche Figur einer Paucke noch eines Fasses / noch eines Kesselsgehabt / und von denen Innwohnern Sitangonter, das ist / eine Donner=Paucke genennt wor-den. Dasselbe solle ihrer einmüthigen Aussage nach zu ihrer Vätter Zeiten in einem grossenUngewitter / und unter Donner und Blitzen dorthin gefallen seyn; darvon aber nachgehendsdie Regenten auf Ternata, nachdem sie vorher selbiges Gefaͤß mit grosser Gewalt zerbrochen,sehr viel Ertzes weggenommen: Doch hat ein Holländischer Stadthalter versichert / er habe dieüberbliebne von demselben noch gesehen / und daraus geurtheilet / erdeutes Gefäß müsse so großgewesen seyn / daß man es unmöglich habe an selbigem unwegsamen und jähen Ort hinauf brin-gen koͤnnen.An⸗