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Venezianers Corner Bericht sollen hier und später am Altarefast 2000 zu Rittern geschlagen worden sein.
Zum Fortgange des Hochamtes begab sich der Gekrönteunter dem Schalle der Orgel, der Trompeten, der Pfeifen undKlarinetten und dem Jubel der Menge wieder auf seinen Platzvor dem Marienaltar 17 . Während der weiteren Messe hieltenUtz Marschall von Pappenheim statt Sachsens das Schwert 18 ,der Pfalzgraf den Apfel, Schenk Christoph von Limpurg anStelle Brandenburgs das Szepter 19 . Den König schmückte nurdie Krone. Zu der Opferung erhob er sich und machte als ersterden Opfergang mit, ein Zehndukatenstück in Gold legte er indie Schüssel, das den Kaplänen des Kölner Erzbischofs zufiel.Bei der Wandlung nahmen ihm Grafen die Königskrone ab 20und wiederum bei der Kommunion, die er nach den Worteneines Niederländers in beiden Gestalten, wie es ein Vorrechtder Könige war, so devotiglich empfing, daß man die Tränenab seinen Augen fließen sah 21 .
Einer Predigt, wie sie sonst nach dem Hochamt üblichwar, gedenken die Berichte bei Karl V. nicht 22 .
Noch wäre der Tätigkeit der Kurfürsten, ihrer Vertreter,die die ihnen zustehenden Insignien zeitweise hielten, derGrafen und Herren, die Dienste leisteten, zu gedenken. Hart-mannus Maurus zählt auch die der Kölner Domherrn auf, fastalle waren sie Glieder des hohen Adels und trugen berühmteNamen. Man ist überrascht, wie weit sie bei den Funktionendas Aachener Kapitel zurückdrängten. Ihre Namen sind ver-klungen, nur der, dem es oblag, das Buch mit dem Ritus derKönigskrönung dem Erzbischofe zu halten, ist unvergessen,Graf Hermann von Neuenahr, eine Zierde der Humanisten.Die weltlichen Lehnsleute der Kölner Kirche, der Graf vonSalm-Reifferscheid und Graf Wilhelm von Neuenahr hattenmit ihren Stäben die Menge in Ordnung gehalten 23 . Noch ein-mal folgte der Ritterschlag.