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Die Kaiser- und Königskrönungen zu Aachen 813 - 1531
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gerade der, die einem Luxemburger die passendste erscheinenmußte; denn sie war die nächstgelegene. Da das Hausgut *Böhmen so unsicher geworden war, bot es selbst keine Sicher-heit mehr; die Habsburger hatten einst den Schatz im Kerneihrer alten Besitzungen untergebracht, der Luxemburger be-hielt sie wenigstens in der Nähe. Die Nürnberger wandten sichauch an den Papst und der bestätigte ihr Recht, wobei er dochauch wohl auf die Möglichkeit neuer Kämpfe um den Besitzder Kleinodien Rücksicht nahm. Das damalige Nürnberg wareine Vormauer katholischen Glaubens, war durch seine Machtund seine Klugheit angesehen und so trat neben Frankfurt alsWahlort, neben Aachen als Krönungsstätte Nürnberg als SitzderKrone. Die Eigenschaften einer Reichshauptstadt waren aufdrei Reichsstädte verteilt, nur war keine des Königs Residenz.Der deutsche König war heimatlos im Reiche selbst. Friedrichhat es wohl versucht, den Schatz in seine Gewalt zu bringen,er wollte ihn nach Wiener Neustadt überführen lassen, dieStadt hat das abzuwenden verstanden und deutlich tritt derGegensatz des Eigentumsrechtes hervor: König und Reich.Friedrich hat die Urkunde seines Vorgängers den Nürnbergernnicht bestätigt 6 .

Wie behüteten nun die Nürnberger die Kostbarkeiten!Eine Krone ist doch dazu da, von einem Könige getragen zuwerden, wann und so oft er es wünscht. Aber die Nürnbergergeben sie nur höchst zögernd zur Krönung heraus und nur zurKrönung in Aachen oder Rom. 1445 fällt die Friedrichs III.zu Aachen. Der erwählte König bat darum den Rat, er hätteeine besondere Andacht zu den Kleinödern und seine Kleinode,die er zu Nürnberg in Auftrag gegeben, könnten nicht so baldfertig sein. „Die Nürnberger Ratsfreunde schlugen solchesseinen Gnaden zu mehreren Malen ab." Nach allen möglichenVerpflichtungen willfahrte man schließlich. Die Ratsgesandtenbrachten insgeheim die Stücke nach Aachen, sie standen beider Krönung im Chore zunächst dem Altare, da die Krönunggeschah, reichten aus ihren Händen die Stücke dar und nahmensie wieder zu ihren Händen. Dann begehrte Friedrich, weil seineKleinode noch nicht fertig seien, die vier Hauptinsignien wieder

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