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wurde: die Dalmatica aus tiefdunklem Purpurstoffe, die rot-seidenen Sandalen, die Handschuhe, die beiden Gürtel und dieaus ungemusterter Seide hergestellte, mit herrlichen Bortenin feinster Goldstickerei versehene Albe, und alles das ist mitPerlen und Zierraten übersät, ohne je bunt oder überladen zuwerden. Auch das Schwert des heiligen Mauritius und dasZeremonienschwert sind sizilianischen Ursprunges. Auf demsizilianischen Krönungsmantel steht in kufischer SchriftAlter und Herkunft, auf dem englischen Königsmantel findensich Wappen, sie sollen heute unkenntlich sein — was ich dochnicht recht glaube —, jedenfalls trugen die von Richard ge-schenkten Gewänder seine Wappen, so besagt es die Urkunde 11 .Der geschenkte Reichsapfel ist verschwunden, dasSzepter ist doch wohl jener oft als Vortragestab gedeutete,silbervergoldete Hohlstab, dessen oberes Ende eine Taubeziert 12 . Am wichtigsten von alle dem, was König Richardschenkte, war die Krone. Sie besteht aus einem einfachprofilierten vergoldeten Silberblechstreifen, aus dem wie derbei Vittoria in Verlust geratenen deutschen Krone vier ent-wickelte Lilienornamente emporwachsen; aber im Gegensatzzu jener ist zwischen je zwei der dreiblättrigen Lilien je noch eineinzelnes Lilienblatt eingeschoben. Es steigen also acht Orna-mente aus dem Reifen empor, der mit Perlen, Kameen, Edel-steinen, Gemmen reich geschmückt ist. Für die Zweckbe-stimmung ist nicht entscheidend, daß die Krone seit Jahrhun-derten dem Reliquiar, das das Haupt Karls des Großen ein-schließt, aufgesetzt wird, — dieses Kopf reliquiar ist ungefährioo Jahre jünger — wohl aber beweisen die Ösen und Löcherinnerhalb des Reifs, die bei wirklichen Kronen zur Befestigungder Zeugkappe erforderlich waren, die Verwendung bei wirk-lichen Krönungen. Im 14. Jahrhundert wurden Bügel undKreuz hinzugefügt. Es sind mir die Gründe unverständlichgeblieben, die öfter angeführt wurden, um diese Reliquiar kröneKönig Richard abzusprechen. Es ist nicht ohne Interesse,festzustellen, daß die deutsche Krone Richards der damaligenenglischen Krone in der Anlage ähnlich ist, nur sind die eng-lischen Lilienverzierungen weit reicher ausgestattet 18 .