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Die Kaiser- und Königskrönungen zu Aachen 813 - 1531
Entstehung
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traut und nur am Krönungstage in Aachen und Rom werdendem Könige die Gewänder anvertraut; es sind die Zeichen desvom Herrscher verschiedenen Reiches, die an dem Tage derfeierlichen Übertragung von des Königs Händen berührtwerden, sonst nicht. Da aber doch die Könige mit der Krone,mit Szepter und Reichsapfel auftreten wollen, so entstehen dieprivaten Kronen, Szepter usw., die dem Könige und seinenErben gehören. Es ist wohl voll Reiz, sich diese Entwicklungder Bedeutung der Krone vor Augen zu stellen, das ist nochviel bedeutsamer, als alten mystischen Motiven nachzugehen.Der Gebrauch, daß an hohen Kirchenfesten und bei be-sonderen Anlässen der König in seinem ganzen Schmucke ein-herging oder auf dem Throne saß, ward bis in die Zeit derspäteren Salier noch ziemlich häufig ausgeübt. Sie begleitetenwohl die Fürsten auf ihren Hauptzügen in ihre hauptsächlichenQuartiere. So kamen sie wohl auch in die Schlacht, vor allemdie hl. Lanze 7 . Mit dem Wandern waren doch nicht allein dieGefahren der gewaltsamen Wegnahme verbunden, sie wurdenauch sorgsamer behandelt, wenn sie an einem sicheren Ortebei einem Vertrauten lagerten. Zuerst aus den Tagen der Saliererfahren wir von einem solchen Aufbewahrungsorte. AlsHeinrich V. sich gegen seinen Vater empörte, dieser sich ihmübergeben hatte, preßte der Rücksichtslose durch den MainzerErzbischof dem Vater das Reichskreuz, die Lanze, aber auchKrone, Szepter, Kugel und Schwert ab, die der Vater auf dieReichsburg Hammerstein am Rheine vielleicht nur für kurzeZeit hatte bringen lassen. Mit den Insignien gewann der Sohndie Möglichkeit, die Herrschaft als Kön : g auszuüben. Einzweites Mal spielten dieselben Insignien eine Rolle, a's dasLeben Heinrichs V. zu Ende ging. Da ließ er sie auf die seinemHause gehörige Burg Trifels bringen, dort waren sie unterder Obhut der Kaiserin-Witwe und des, der sie zu beschützenhatte, des Staufers Herzogs Friedrich von Schwaben. DiesemErben der Salier fiel das Reich aber nicht zu. Der Trifels wirdspäter mehrmals als Aufbewahrungsstätte bezeichnet, doch warer das auch unter den Staufern nicht immer. Es ist wenigbekannt, daß Friedrich II. nach der Kaiserkrönung (1220) die