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1 (1877)
Entstehung
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547
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Solidarität der Interessen des Staats und Individuums. 547

aus eignem Antriebe thun, wozu es jetzt noch gezwungenwerden muss. So zwingt der Staat auch Dich zu dem,was Du, wenn Du die richtige Einsicht hättest, von selberthun würdest. Denke Dir ihn hinweg, oder vergegen-wärtige Dir die Staatsgewalt im Zustande der Ohnmachtzur Zeit der Revolution, und Du wirst einsehen, was Staatund Gesetz für Dich bedeuten. Die Zeiten des Umsturzes,der Revolution, der Anarchie sind die Schulstunden derGeschichte, in denen sie den Völkern eine Lection überStaat und Recht ertheilt ein Jahr, vielleicht ein Mo-nat lehrt hier den Bürger über die Bedeutung von Rechtund Staat mehr als sein ganzes bisheriges Leben. DieStaatsgewalt und das Gesetz, die er sonst gescholten,jetzt, wo er in der Noth ist, ruft er sie an, und der-selbe Mann, der uns verlachte, als wir ihm zuriefen: imGesetz liebst Du Dich selbst, vertheidige das Gesetz,denn es ist die Bedingung Deines Seins jetzt auf einMal versteht er uns.

Auf dem Vorhandensein oder dem Mangel dieser Ein-sicht beruht die politische Reife und Unreife der Völker.Das politisch unreife Volk ist das Kind, welches meint,dass es des Lehrers wegen lernen müsse, das politischreife ist der Erwachsene, welcher weiss, dass er seinet-wegen lernt, jenes betrachtet die Staatsgewalt als seineGegnerin, dieses als seine Freundin, Bundesgenossin,Schirmerin, dort stösst die Staatsgewalt auf Widerstand,

hier findet sie Unterstützung, dort hilft das Volk dem

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