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1 (1877)
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311
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Der Mechanismus der Gewalt — die Anarchie. 311

tat (supra, supranus, sovräno) und die Staatsgewalt selber,welche sie besitzt, als »Obrigkeit«, der Akt, wodurchsie dieselbe über ein ihr bisher nicht unterworfenes Ge-biet ausdehnt, als Unterwerfung, Er-ober-ung. Alleanderen Anforderungen an den Staat treten gegen dieseeine zurück; bevor s i e nicht erfüllt ist, sind alle andernverfrüht, denn, um sie zu erfüllen, muss er selber erstda sein, und da ist er erst, wenn er die. Machtfrage imobigen Sinn gelöst hat. Machtlosigkeit, Ohnmacht derStaatsgewalt ist die Todsünde des Staates, von der es fürihn keine Absolution gibt, diejenige, welche die Gesellschaftweder verzeiht, noch erträgt, es ist ein "Widerspruch in sichselbst: eine Staatsgewalt ohne Gewalt. Den schnödestenMissbrauch der Staatsgewalt haben die Völker ertragen,die Geissei des Attila und den Cäsarenwahnsinn der römi-schen Imperatoren, ja sie haben nicht selten Despoten,vor denen sie im Staube krochen, als Helden gefeiert, sichberauschend und weidend an dem Anblick der elemen-taren Grossartigkeit menschlicher Machtansammlung, einerwilden, unwiderstehlichen Macht, die gleich dem Orkanin der Natur alles vor sich darnieder wirft, indem sievergassen und vergaben, dass sie selber die Opfer waren.Selbst im Zustande des Deliriums bleibt die Despotie immernoch eine Staatsform, ein Mechanismus der socialen Gewalt.Aber die Anarchie d. i. die Ohnmacht der Staatsgewaltist keine Staatsform mehr, sie ist ein absolut antisocialerZustand, die Zersetzung, die Auflösung der Gesellschaft.