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1 (1877)
Entstehung
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309
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Der Staat und die Gesellschaft. 309

meinwesen. Man mag die Geschichte meistern, dass sieim Völkerleben die Kleinen einmal nicht dulden will, dassdie Kleinen, wenn sie nicht selber es verstehen gross zuwerden, den Grossen Platz machen müssen, man mag dieGeneralionen beklagen, welche ausersehen waren, eine solcheKatastrophe an sich zu erleben — die Geschichte weiss,warum sie dies Ungemach über sie verhangt hat, und siesorgt dafür, dass das Weh und Herzeleid der einen Gene-ration sich in der spätem belohnt, dass schon der Enkelnicht selten segnet, was sein Ahn verfluchte. Der Ex-pansionstrieb der Staaten, die Eroberung ist der Prolestder Gesellschaft gegen die ihr durch die Anforderungen dessocialen Zwanges auferlegte geographische Beschränkung.Bis jetzt hat es auf Erden keine Zeit gegeben, wo dieserAusdehnungslrieb sich nicht in jedem lebenskräftigen Volkgeregt hätte. Ob eine ferne Zukunft eine Aenderung brin-gen wird, wer will es sagen? Wenn die kleine SpanneZeit, welche die Menschheit bisher durchlebt hat — ichnenne sie klein, auch wenn sie hunderttausend Jahre undmehr betrüge — wenn also diese kleine Spanne Zeit einenSchluss auf die unendliche Zeit erlaubt, die ihr noch be-vorsteht , dann liegt die Zukunft des Menschengeschlechtsin der immer weiter fortschreitenden Annäherung zwischenStaat und Gesellschaft, bis Hand in Hand mit der Gesell-schaft auch der Staat sich über den ganzen Erdball er-streckt. Eine abenteuerliche Idee, höre ich sagen. Wiewäre der Mann verhöhnt worden, dem vor zwei Jahrtau-