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1 (1877)
Entstehung
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245
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Der compulsive Zwang beim Thier. 245

geleitet von seinen Zugführern, gegen einen fremden Stammausrückt; den Besiegten trifft nicht das Loos der Vernich-tung, sondern der Sklaverei, die besiegten Feinde werdenvon den Siegern gezwungen, für sie die Arbeit zu verrich-ten. Das Interessante des Falls besteht nicht sowohl inder äussern Copie menschlicher Verhaltnisse im-Thierreich,sondern darin, dass sich darin die Thierwelt zu einemGedanken erhebt, den wir geneigt sind für einen aus-schliesslich menschlichen zu halten, nämlich zu dem derGesellschaft. Wir haben früher (S. 83) den Grundzug desthierischen Daseins im Unterschiede vom menschlichendarein gesetzt, dass das Thier für sich allein zu existirenvermag, der Mensch aber nur durch Andere. Damit stehtder Fall des propulsiven Zwanges noch in Einklang, denndabei räumt das Thier lediglich die Hindernisse hinweg,welche das Dasein eines andern seinen eigenen Lebens-bedingungen entgegensetzt. Aber beim compulsiven Zwangegeht es darüber hinaus, denn dabei verfolgt es den Zweck,ein fremdes Thier seinen Zwecken positiv dienstbar zumachen, es verwirklicht den Gedanken der Gesell-schaft: durch Andere zu leben. Hat die Natur geträumt,indem sie den Gedanken der Gesellschaft in die Thierweltwarf? Oder hat sie wieder einmal zeigen wollen, dass siekeine Sprünge liebt, und dass sie, was sie auf einerhöheren Stufe zur vollen Entwicklung bringt, bereits aufder vorhergehenden »vorbereitet? Jedenfalls hat sie eshier gethan der Gedanke des compulsiven Zwanges,