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1 (1877)
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195
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Der ökonomisch-ideale Lohn. 195

fand. Alexander von Humboldt hat sein ganzes Vermögenim Dienst der Wissenschaft zugesetzt, gar mancher Ge-lehrte wendet ein halbes Leben voller Mühe an ein Werk,das ihm hinterher oft kaum so viel einträgt, um davonPapier, Dinte und Oel zu bezahlen. Arbeitet ein Schuster,Schneider, ein Fabrikant, Kaufmann Jahre lang umsonst,lediglich aus Liebe zur Sache? Wer will dem gegenüberdas Schriftstellerhonorar mit dem Arbeitslohn auf eineLinie stellen? Es kann hoch sein, wo. die Arbeit relativleicht, gering sein, wo sie schwer ist, und völlig fehlen,wo sie den höchsten Grad erreicht. Und das sind nichtbloss vereinzelte Fälle, sondern es gibt ganze Zweigeder wissenschaftlichen Literatur, welche sich in der Lagebefinden des Honorars gänzlich entbehren zu müssen und,wie die Erfahrung zeigt, es zu können. Das Resultat ist:der ökonomische Bestandtheil des Honorars lässt sich inkeiner Weise als Arbeitslohn auffassen, da die einfachsten• Grundsätze desselben sich bei ihm verläugnen.

Betrachten wir nunmehr den zweiten Bestandtheil des-selben : den idealen Lohn. Ich unterscheide bei dem-selben zwei Arten: den äussern und innern Lohn. Unterjenem verstehe ich den Lohn, den die Gesellschaft oderdie Staatsgewalt (S. 189) zahlt: Anerkennung, Ehre,Ruhm, sociale Stellung; unter diesem die Befriedigung,welche die Arbeit selber gewährt: den Genuss der geisti-gen Arbeit an sich, den Reiz der Erprobung der Kraft,

die Freude des Findens, die Wonne des Schaffens, das

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