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1 (1877)
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196
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196 Kap. VII. Die sociale Mechanik. 1. Der Lohn.

Gefühl, sein Pfund im Dienste der Menschheit verwerthetzu haben. Unter den früher von'uns aufgestellten Lohn-begriff (S. 139) passt nur jener. Die sociale Wirksam-keit des idealen Lohns setzt subjectiv die Empfänglichkeitfür denselben: den idealen Sinn voraus. Völker, Zeitaller,Individuen, denen dieser Sinn abgeht, werden auf demGebiet der Kunst und Wissenschaft nie etwas Grossesleisten — das Ideale gedeiht nur auf idealem Boden. Dastypische Motiv für Kunst und Wissenschaft, ohne welchessie ihren Beruf nicht erfüllen können, ist der Idealismus,das typische Motiv für das »Geschäft« der Erwerbstrieb.Ein Künstler, dem es um weiter nichts zu thun ist als umden Erwerb, der an dem Werk, das er schafft, kein an-deres Interesse nimmt, als dass es ihm bezahlt wird, istein Handwerker und wird nie ein wirkliches Kunstwerkschaffen. Umgekehrt ist ein Geschäftsmann, der in seinemGeschäft statt der Erwerbsinteressen ideale Zwecke ver-folgt, kein rechter Geschäftsmann; wie jener Künstler zuklein, so ist er zu gross für seinen Beruf, jener hätteHandwerker oder Krämer, dieser Künstler oder Gelehrterwerden müssen. Das Geschäft geschäftsmässig, das Idealeideal betreiben — so gehört es sich, und dabei gedeiht derEinzelne und die Gesellschaft. Damit ist selbstverständ-lich nicht der thörichlen Meinung das Wort geredet, alsob das Ideale und Praktische Gegensätze wären, die sichin derselben Person nicht mit einander vertrügen, so dassder Idealist nothwendigerweise unpraktisch sein müsste.