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1 (1877)
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190
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190 Kap. VII. Die sociale Mechanik. 1. Der Lohn.

etwas. Ob die Ehre oder ob die Strafe sich ve rläuft d. h.bei dem Rechten vorbeigeht und beim Unrechten einkehrt,beides ist eine Verirrung und mit der Idee der Gerechtig-keit in gleicher Weise unverträglich.

Aber nicht der Inhaber der Staatsgewalt allein ist es,welcher das Verdienst im Namen der Gesellschaft belohnt,sondern neben ihm, dem Individuum, gibt es noch eineandere unpersönliche Macht: die öffentliche Meinung unddie Geschichte, welche die Fehlgriffe, die jener begangenhat, rectificirt und ihrerseits Ehren zu vergeben hat, mitdenen die seinigen sich nicht messen können. Denn die-jenigen, über die er gebietet, sind höchst vergänglicherArt, sie werden mit ihrem Träger begraben — die naiveEitelkeil trifft das Richtige, wenn sie die Orden an denSarg heftet! Aber der Lorbeer um Dantes Schläfe grüntunverwelklich für ewige Zeiten, ein Rlatt von ihm wiegtCentnerlasten von Grosskreuzen auf.

Die Art des Lohnes, die ich im Bisherigen betrachtethabe, bezeichne ich als idealen Lohn. Ideal nenne ichihn im Gegensatz zum realen Lohn (dem Gelde), welcherletztere seinen Werth in sich selber trägt, während derideale Werth lediglich auf den Ideen beruht, die man mitihm verbindet. Was sind drei Rossschweife, eine Pfauen-feder, ein Band im Knopfloch für denjenigen, der nichtweiss, was sie bedeuten, und was sind sie selbst fürdenjenigen, der es weiss, aber auf solche Ehren keinenWerth legt? Die äusseren Ehrenzeichen besitzen für ihren