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1 (1877)
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164
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164 Kap. VII. Die sociale Mechanik. 1. Der Lohn.

zu einem bürgerlichen Erwerbszweig entwickelt hat, somuss es sich denjenigen'erwählen, der ihm diese Gewissheitgewährt. Das musikalische Genie des neunzehnten Jahr-hunderts findet in der Musik ein gesichertes Brod, dasdes vierzehnten Jahrhunderts musste es erbetteln in denBurgen und Palästen der Grossen; das Betteln ist abernicht Jedermanns Sache, und gar Mancher mag in jenerZeit es vorgezogen haben ein ehrsamer Schuster oderSchneider, als ein vagirender Musikant zu werden. Heut-zutage kann der Welt kein Genie verloren gehen; wo esauch auftaucht, wird es bemerkt und von selbst an dierichtige Stelle geschoben. Eine Catalani, ein Paganini,ein Beethoven können in der heutigen Zeit nie etwas an-ders werden, als was sie geworden sind — im Mittelalterhätten sie, wenn sie es verschmäht hätten Bänkelsängeroder Bierfiedler zu werden, ein ehrsames bürgerlichesGewerbe ergreifen müssen. In einer Zeit, die auf dasGenie nicht eingerichtet ist, ist das Genie ein Fluch —der Adler im engen Käfig, der sich, wenn er die Schwin-gen rührt, an den Eisenstäben den Kopf zerstösst —in der Gegenwart dagegen, die dem Genie auf allen Ge-bieten der Kunst und des Wissens die Pfade geregelt undgeebnet hat, hat das Genie sich selber anzuklagen, wennes nicht eine Quelle des Glücks für sich selbst und eineQuelle des Segens für die Welt wird.

Was hat diesen Umschwung bewirkt? Die Siche-rung des Lohnes in Form des Berufszweiges. Der