Druckschrift 
1 (1877)
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

148 Kap- VII. Die sociale Mechanik. 1. Der Lohn.

Seilschaft bedrohlich werden. Es gibt in meinen Augenkeinen verhängnissvolleren Irrlhum, als ob der Vertragals solcher, welches immerhin auch sein Inhalt, sofern esnur kein unmoralischer sei, Anspruch auf Schutz des Ge-setzes habe. Ich werde im zweiten Theil dieser SchriftGelegenheit finden, denselben zu bekämpfen, an dieserStelle begnüge ich mich mit einem blossen Protest. DemAnspruch auf Schutz, den der individuelle Egoismus er-hebt, ist die Gesellschaft berechtigt, ihr eigenes Interessegegenüberzustellen. Das Interesse der Gesellschaft aberist das, was nicht bloss dem Einzelnen, sondern was Allenpasst, bei dem Alle bestehen können, und das ist, wieoben bereits bemerkt, nichts anders als die Gerechtig-keit. Sie steht über der Frei heil. Der Einzelne istnicht bloss für sich, sondern auch für die Welt da (S. 72) darum hat sich die Freiheit: das, was dem Einzelnenpasst, der Gerechtigkeit : dem, was Allen passt, unter-zuordnen.

Im engen Zusammenhange mit dem im Bisherigenbehandelten socialen Problem der Erhebung des Lohneszum Aequivalent oder der Verwirklichung der Idee derGerechtigkeit im Verkehrsleben steht eine Erscheinungdesselben, zu der ich nunmehr übergehe, deren Bedeu-tung sich aber keineswegs daran erschöpft, dass sie blossdiese Aufgabe löst.