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1 (1877)
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142 Kap. VII. Die sociale Mechanik. 4. Der Lohn.

nisses zu entsprechen? Müssen wir nicht eingestehen, dasses noch eines andern Princips bedarf, um dem Egoismus,der seiner Natur nach unersättlich ist, kein Maass in sichselber trägt, das Maass von aussen aufzulegen?

Dem Egoismus des Einzelnen stellt sich der der Ge-sellschaft entgegen, jener darauf gerichtet, möglichst vielzu nehmen, dieser darauf, möglichst wenig zu geben. DerIndifferenz- oder Nullpunkt, bei dem beide miteinan-der ins Gleichgewicht kommen, ist das Aequivalent.Aequivalent ist das erfahrungsmässig ermittelte Gleichge-wicht zwischen Leistung und Gegenleistung, ein Betrag desLohnes (oder der Realleistung), bei dem beide Theile zuihrem Recht kommen, keiner von beiden verliert. DasAequivalent ist die Verwirklichung der Idee der Ge-rechtigkeit auf dem Gebiete des Verkehrslebens.Denn Gerechtigkeit plan und verständlich ausgedrückt ist nichts anders als das, was Allen passt, wobei Allebestehen können, die Politik des intelligenten, in dieWeite und in die Ferne blickenden Egoismus. Den Grund-salz des Aequivalents in allen Verhältnissen möglichst zurGeltung zu bringen, ist demnach eine der höchsten Auf-gaben im Verkehrsleben.

Wie löst die Gesellschaft sie? Durch das Gesetz?Wenn es wahr ist, dass es sich um eine Aufgabe derGerechtigkeit handelt, so scheint dies unabwendlich zusein, denn was die Gerechtigkeit mit sich bringt, soll undmuss Gesetz sein. Nach meinem Dafürhalten nicht, son-