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1 (1877)
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102
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102 Kap. VII. Die sociale Mechanik. 1. Der Lohn.

ganze Existenz der Gesellschaft zu bedrohen scheinen,ganz so wie im menschlichen Körper, aber die Lebens-kraft der Gesellschaft ist eine so zähe und unverwüstliche,dass sie diese Störungen immer rasch wieder überwindet;an Stelle der Anarchie tritt regelmässig sofort wieder dieOrdnung, jede sociale Störung ist nur das Suchen einerneuen bessern Ordnung, die Anarchie ist nur Mittel,nie Zweck, etwas Vorübergehendes, nie etwas Dauerndes,der Kampf der Anarchie mit der Gesellschaft endet stetsmit dem Siege der letzten.

Das heisst aber nichts anders als: die Gesellschaft be-sitzt eine zwingende Kraft über den menschlichen Willen,es gibt eben so gut eine sociale Mechanik, um denmenschlichen Willen, wie eine physikalische, um dieMaschine zu zwingen. Diese sociale Mechanik ist gleich-bedeutend mit der Lehre von den Hebeln, durch welchedie Gesellschaft den Willen für ihre Zwecke in Bewegungsetzt, oder kurz gesagt: der Lehre von den Hebeln dersocialen Bewegung.

Solcher Hebel gibt es vier. Zwei davon haben denEgoismus zu ihrem Motiv und ihrer Voraussetzung, ichnenne sie die niederen oder egoistischen socialenHebel; es sind der Lohn und der Zwang. Ohne sie ist dasgesellschaftliche Leben nicht zu denken, ohne den Lohnnicht der Verkehr, ohne den Zwang nicht Recht undStaat, sie repräsentiren uns daher die elementarenTriebkräfte der Gesellschaft, ihre Daseinsbedingungen,