74 Kap. V. Die Zwecke der egoistischen Selbstbehauptung.
Mit dein Vermögen, das sich von dem dringendsten,aber zugleich niedersten Zweck der Sorge für das phy-sische Leben nach und nach zu immer höhern Zweckenerhoben hat, hält auch die Arbeit 'gleichen Schritt; siebeginnt mit der primitivsten Form: der Bestellung desFeldes und der Beschaffung dessen, was zum physischenDasein gehört, und steigert sich dann im Forlgang derGultur zu immer höheren Leistungen und Aufgaben.
Der Arbeiter lauscht Geld ein gegen Arbeitskraft, derandere Thcil Arbeitskraft gegen Gold; beide haben das,was sie erhallen, nölhiger als das, was sie haben. DerLohn ist das Mittel, die überschüssige Arbeitskraft, welchesonst feiern oder sich nur unvollkommen verwerthenwürde, dahin zu lenken, wo sie im Interesse sowohl desArbeiters als der Gesellschaft die beste Verwendung fin-den kann. Ganz dasselbe wiederholt sich bei der Sache,indem die eine gegen die andere (Tauschverkehr im juri-stischen Sinn) oder gegen Geld (Kauf) ausgelauscht wird.Von beiden Seiten beruht der Vorgang darauf, dass etwas,wofür man entweder gar keine oder wenigstens nicht dierichtige Verwendung hat, gegen etwas dahingegeben wird,was man gebrauchen kann. Der Tausch vertrag ist alsodie Form, um jede Sache dahin zu führen, wo sie ihreBestimmung erreicht. Keine Sache hält sich aufdie Dauer da, wo sie dieselbe verfehlt, jede sucht ihrenrichtigen Eigenlhümer auf, der Ambos den Schmied, dieGeige den .Musiker, der abgetragene Rock den Armen.