Druckschrift 
1 (1877)
Entstehung
Seite
23
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Die Thal; das Causalitatsgesetz. 23

(hing dieser Gesetze. Wenn die Kugel vor dem Ziel zuBoden schlägt, so enthält dies den Beweis, dass derSchiessende weniger Pulver genommen hat, als die Naturverlangte, um die Kugel ans Ziel zu fördern. Bei jederHandlung haben wir die Natur als Dienerin zur Seile, diealle unsere Aufträge unweigerlich vollzieht, wenn diesel-ben Tn\jxur richtiger Weise ertheilt sind.

Scheinbar steht diese äussere Action des Willens mitden übrigen Vorgängen der Natur auf einer Linie. Obder Stein vom Dach fällt, oder ob der Mensch ihn wirft,ob das Wort oder der Donner die Schallwellen der Luftin Bewegung setzt: vom Standpunkt der Natur aus scheintdies völlig gleich zu sein. In Wirklichkeit aber ist esdurchaus verschieden. Das Fallen des Steines und dasBollen des Donners ist durch die Natur gelber mittelst vor-ausgegangener Ursachen bewirkt. Das Werfen des Steinesund das Sprechen des Wortes dagegen ist ein Act, andem sie unbetheiligt ist, es greift damit eine Macht inihr Gebiet ein, über die sie keine Gewall hat: der mensch-liche Wille. Der menschliche Wille bezeichnet die Gränzeihres Beichs; wo sein Gebiet beginnt, hört das ihrige auf.Der Wellenschlag von Ursache und Wirkung, der in derSinnenwelt in unendlicher Folge sich fortsetzt, bricht sichan jedem menschlichen Willen; über ihn hat das Causa-litatsgesetz keine Macht, sondern nur das Zweckgeselz.Der Wille ist der Natur gegenüber frei, er gehorcht nichtihrem, sondern seinem eigenen Gesetz. Aber während