Verhällniss dos Zwecks zur Handlung. 13
Entschluss geht ein vorheriges »Schliessen« d. h. Prüfenvoran, dessen man sich durch den Ent-schluss ent-hebl.
Die Befriedigung, welche der Wollende sich von derHandlung verspricht, ist der Zweck seines Wollens. DieHandlung selber ist nie Zweck, sondern nur Mittel zumZweck. Wer trinkt, der will zwar das Trinken, aber erwill es nur des Erfolges halber, den es für ihn so hat,m. a. W. bei jeder Handlung wollen wir nie sie sel-ber, sondern nur ihre Wirkung auf uns. Das heisslaber mit anderen Worten: wir wollen bei der Handlung nurden Zweck. Man könnte mir einwenden: das trifft imobigen Beispiel nur dann zu, wenn Jemand des Dursteswegen trinkt, — da ist es ihm allerdings nicht um dasTrinken, sondern nur um die Stillung des Durstes zuthun — nicht aber, wenn er des Genusses wegen trinkt,denn da ist ihm das Trinken Zweck, nicht Mittel. Alleinwenn letzleres ihm keinen Genuss gewährt, z. B. weil derWein verdorben oder ungeniessbar ist, unterlässt er es.Die Täuschung, als ob die Handlung selber Zweck seinkönne, hat nur darin ihren Grund, dass er sich mitihr in doppelter Weise zu verbinden vermag. Er kannnämlich gerichtet sein entweder auf die Wirkung, welchesie während des Aktes ihrer Vornahme, oder aberauf die, welche sie nach Beendigung desselben erzeugt.Wer Wasser trinkt des Durstes wegen, oder wer eine Ge-schäftsreise macht, dem ist es zu thun um das, was fürihn hinter dem Trinken, hinter der Reise liegt; wer