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1 (1877)
Entstehung
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Der Zweck beim Thier. 7

dem die Vorstellung kann nur bekämpfen, was ihr gleich-artig ist: eine andere Vorstellung, und sie bezwingt die-selbe nur, wenn sie selber stärker ist. Wenn aber dieUeberwindung des Reizes zum Trinken in diesem Fall, daer auf Mitwirkung des Gedächtnisses beruht, ein psycho-logischer, kein mechanischer Vorgang ist, so ist auch derReiz selber, mag das Thier ihm widerstehen oder nach-geben, eine psychologische Thalsache.

Der physische Zustand der Trockenheit des Gaumensbewirkt also nicht als solcher das Trinken, sondern nurdadurch, dass sich der physische oder mechanische Druckin einen psychologischen umsetzt, der Vorgang fällt alsonicht unter das Gausalitäts-, sondern das Zweckgesetz.Das Thier trinkt, um seinen Durst zu löschen, es unter-lässt es, um keine Schläge zu bekommen; in beiden Fäl-len ist es die Vorstellung eines Zukünftigen, die das Thierzur Action treibt.

Von der Richtigkeit des eben Gesagten können wiruns auch auf folgendem Wege tiberzeugen. Ob man. denSchwamm in Wasser oder Schwefelsäure oder worein sonsttaucht, er füllt sich immer, selbst wenn die Flüssigkeitihn zerstört; das Thier nimmt das Wasser zu sich, dieSchwefelsäure lässl es stehen. Warum? Weil es fühlt,dass sie ihm verderblich ist. Das Thier also unterschei-det zwischen - dem, was seinem Leben zuträglich odernachtheilig ist, es übt eine Kritik, bevor es sich enl-schliesst, und es benutzt dabei seine Erfahrungen, die es