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1 (1877)
Entstehung
Seite
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6 Kap. 1. Das Zweckgesetz.

und der Zweck. Jedes lebende Wesen ist. sich selber zumHüter und Wächter gesetzt, und die Natur hat dafür ge-sorgt, dass ihm dies nicht verborgen bleibe, und dass es ihman den nöthigon Mitteln nicht fehle, die Aufgabe zu lösen.

Das Leben in diesem Sinn beginnt in der Natur beimThiero und damit auch die Aufgabe des Willens, und andieser niedersten Stelle, wo mit dem Willen auch die un-erlässlichc Triebfeder desselben: der Zweck zuerst zurErscheinung gelangt, wollen wir unsere erste oberfläch-liche Bekanntschaft mit demselben machen.

Der trockene Schwamm füllt sich mit Wasser, dasdurstige Thicr trinkt; ist es derselbe Vorgang"? Aeusser-lich: ja; innerlich: nein. Denn der Schwamm füllt sichnicht, um es zu thun, das Thier aber trinkt, um seinenDurst zu löschen. Wer sagt uns das? Das Thicr selber.Ein gut dressirter Hund säuft nicht, wenn der Herr esihm verbietet; wie' geht das zu? Der Vorstellung desWassers, von dem er weiss, dass es im Stande ist, seinenDurst zu löschen, stellt sich bei ihm die Vorstellung derPrügel entgegen, die er erhält, wenn er wider Verbotsäuft, eine Vorstellung, die durch keinen gegenwärtigensinnlichen Eindruck hervorgerufen wird, vielmehr ledig-lich auf Rechnung des Gedächtnisses kommt. Die Vor-stellung der Schläge hebt in dem Hunde die Trockenheildes Gaumens und den dadurch hervorgerufenen sinnlichenZustand des Durstes nicht auf eine Thatsache kanndurch eine Vorstellung nicht aufgehoben werden son-