Druckschrift 
1 (1877)
Entstehung
Seite
XI
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Vorrede. XI

der Welt, was für mich, der ich beschränkt genug binmir den Zweck nicht ohne einen bewussten Willen den-ken zu können, gleich bedeutend ist mit der Annahmevon Gott also die Annahme eines von Gott gesetztenZweckes in der Welt oder des göttlichen Zweckgedankensverträgt sich nach meinem Dafürhalten vollkommen mit derStatuirung des strengsten Causalitätsgesetzes. Mag letzteresarbeiten ganz so, wie die extremste Linke des Darwinismuses lehrt, unerbittlich zermalmend, was sich nicht haltenkann im Kampf des Daseins, mit der Monere beginnendund ohne weitern Schöpfungsakt alles aus sich gebärend,von einer Stufe zur andern fortschreitend bis zum Men-schen wenn ich den Felsblock in Bewegung setzeauf dem Gipfel des Berges, dass er hinabfalle ins Thal,war es nicht der Zweck, der das Causalitätsgesetz erst inBewegung gesetzt hat? Wenn die Ursache von allem An-fang an durch den Zweck so gestaltet worden ist, dass siefort und fort sich bewegend eins aus dem andern erzeugtund schliesslich anlangt bei dem Punkt, den der Zweckvorausgesehen und gewollt, ist es der Zweck oder dieUrsache, welche die ganze Bewegung regiert? Wenn vordem Geiste des Bildhauers die Statue steht, die er schaf-fen will, und Jahre vergehen, bis die Hand nach Gesetzender Mechanik d. h. nach dem Causalitätsgesetz sie vollen-det hat, ist sie ein Werk der Hand oder des Geistes ? Ichdenke doch: der Hand im Dienste des Geistes. Ich mei-nerseits masse mir kein Urtheil über die Richtigkeit derDarwinschen Theorie an, obschon gerade die Resultate,zu denen ich meinerseits in Bezug auf die historische Ent-wicklung des Rechts gelangt bin, sie auf meinem Gebiete