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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
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undeutlichen Striche vor dem ß den Buchstaben, dem sie zu-gehörten, unsicher lassen. Uebrigens erscheint ein TerentiusBassus als Centurio derselben Legion auf einer zu Andernachgefundenen Inschrift, Lersch, Centralmus. III. Nr. 142. Einähnlicher Stempel der 6. Legion, a. a. 0. III. Nr. 80, wurde zuAachen gefunden und lässt in den undeutlichen Ligaturen derzweiten Zeile den Namen Julius Martialis vermuthen. —Mit welchem Wege die bei Wachtendonk an mehreren Stellendes rechten Niersufers gefundenen zahlreichen Bruchstückevon ge wohnlichem Thone, von terra sig. und von Ziegeln, unterdenen ich einen mit dem Stempel der Legio XXII im Besitzdes dortigen Hrn. Kaplans Huysgen sah, in Verbindung zubringen sind, wage ich nicht zu entscheiden, bemerke jedoch,dass eine bei Kloster Sand von mir beobachtete Kreuzung derHeerstrasse durch einen ebenfalls alten Weg nordwestvvärtsauf Arsen und südostwärts auf Wachtendonk gerichtet ist.

Aehnlich dieser bei Sand und der oben bei Pont angenom-menen Kreuzung der auf der ganzen Strecke bald Grün-, baldHochstrasse genannten römischen Heerstrasse, scheint sicheine solche auch an der Westseite von Capellen wiederholt zuhaben, indem Spuren eines alten, nordwestwärts führendenWeges nach Winnekendonk hin aufgedeckt worden sind, undsüdostwärts auf Haus Berenbroeck, Issum und Sevelen, woAlterthümer gefunden worden, verweisen. In der Fortsetzungder erstgenannten nordwestlichen .Richtung, nur jetzt auf derlinken Seite der dort viel gekrümmten Niers, trifft man unter-halb Kevelaer, dem Hause Brempt gegenüber, auf eine Stelle,wo man öfter römische Thongefässe und im v. J. einen Trink-becher mit den Reliefbildern eines Rehs und eines Hundesneben einem grossen Sarkophag aus Tuffstein gefunden hat.Dieser ist nach der Mittheilung des Hrn. von Ruys, welcherihn gesehen und vermessen hat, mit vier 3 Fuss breiten undzusammen 7 Fuss langenTuffsteinplatten bedeckt, doch bishernoch nicht aus dem meist unter Wasser stehenden Ufersandeausgehoben worden. Südsüdöstlich von Capellen hat man inder Umgebung des Hauses Berenbroeck, nach dem mir vonHrn. Pfarrer Mooren mitgetheilten Berichte des damaligenBesitzers Hrn. van Aefferden an eine Gräfin von ßeutinck aus