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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
Entstehung
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bar unter der Stadt zur Seite der erwähnten alten Heer-strasse gelegenen, zahlreiche Scherben römischer Thonge-fässe, häufig auch verzierte von terra sigillata auf dem Feldezwischen dem katholischen und israelitischen Begräbniss-platze, an der Ostseite der dortigen Sandgruben, hinterdenen der vorerwähnte geradlinige Durchschnitt des san-digen Rückens erkennbar ist. Dass durch diesen auchspäter noch der Weg geführt habe, ist aus manchen dortgemachten mittelalterlichen Funden zu vermuthen. Zu diesengehören verschiedene Silbermünzen vom Kaiser Lothar I,, ausder bekannten Carolingischen Münzstätte Dorestatus (Wijkbij Duurstede), mit verschiedenen, nicht häufig vorkommen-den Varianten der Stempelaufschrift. Auch finden sich unterden römischen, nicht selten Scherben germanischer Todten-urnen. Eine grosse, schwarz gefärbte wurde vor einigenJahren im Garten des unfern wohnenden Hrn. Wiers aus-gegraben.

Ostwärts von der eben besprochenen Strecke der altenHeerstrasse, hat man vor etwa 16 Jahren, bei dem Ein-bruch des Rheins in den steilen, bald aber mit seinem In-halt wieder verschlungenen Uferrand, in diesem römischesMauerwerk, und etwas unterhalb, im Dorfe Budberg, nochfrüher römische Thongefäs-se und Münzen, auch im J. 1852bei dem Abbruch der dortigen alten Kirche einen Inschriftsteingefunden. Derselbe ist bei dem Ausnehmen in zwei Stückezerbrochen, augenscheinlich aber schon bei der Verwendungzum Bau, an der rechten Seite, die nur noch mehr abge-blättert zu sein scheint, fragmentirt gewesen. Er misst inder Länge etwas über 2 Fuss, in der Breite nicht ganz soviel und in der Dicke 1 Fuss 5 Zoll. Die schön geformten2 Zoll hohen Buchstaben ergeben folgendes Bruchstück derInschrift: D M r II Q TA.R || MILT LEG II AMOR IISTIPEND I IERES- EXT II MENTO- In der 1. Zeilevermuthe ich in dem oben abgebrochenen Striche den Resteines M, als Anfangsbuchstaben von MEMORIAE, welchesallein oder mit dem Beisatz Aeternae, wie ebenfalls QuietiAeternae, meist zwar mit Et, doch auch ohne dieses, nichtselten dem üblichen Anfang der Grabinschriften D M,